Swinarski zwischen Sportplatz und Kreißsaal

Fußball-Gruppenliga: SV Reichensachsen siegt souverän mit 4:0 gegen Grebenstein

Erzielte für den SV Reichensachsen drei Treffer gegen die Tuspo Grebenstein: Jakub Swinarski.
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Erzielte für den SV Reichensachsen drei Treffer gegen die Tuspo Grebenstein: Jakub Swinarski.

Der SV Reichensachsen hat sein Heimspiel am Samstag (4. September) souverän mit 4:0 gegen die Tuspo-Grebenstein gewonnen. Auffälligster Akteur war einmal mehr Jakub Swinarski.

Reichensachsen – „Ich war heute nicht zu 100 Prozent konzentriert“, sagte Jakub Swinarski nach dem Schlusspfiff der Fußball-Gruppenligapartie zwischen dem SV Reichensachsen und der Tuspo Grebenstein. Dabei war Swinarski der Garant für den souveränen 4:0-Heimsieg der Wichtelmänner.

SV Reichensachsen - Tuspo Grebenstein 4:0 (1:0). Mit seinen Saisontreffern sechs, sieben und acht hatte der Neuzugang von der SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach maßgeblichen Anteil am zweiten SVR-Sieg der noch jungen Saison.

„Meine Freundin ist schwanger und könnte jede Minute unseren gemeinsamen Sohn bekommen“, erzählte der Matchwinner, der eigenen Aussagen nach im Laufe der Begegnung auch blitzartig das Spielfeld verlassen hätte, wenn bei seiner Frau die Wehen eingetreten wären: „Aber es passierte Gott sei Dank während des Spiels noch nichts.“

Swinarski sorgt für die Führung

Und so blieb der 1,89 Meter große und 81 Kilogramm schwere Linksaußen seinem Team über die volle Spielzeit erhalten und zeigte bereits nach 110 Sekunden sein ganzes Können. Nach einem Doppelpass mit Spielmacher Marius Jung zog der 31-Jährige mit seinem starken rechten Fuß von der Strafraumgrenze ab und brachte seine Farben mit 1:0 in Front.

Mit der Führung im Gepäck dominierten die Wichtelmänner das Spielgeschehen. Dabei erarbeiteten sie sich durch viele gewonnene Zweikämpfe ein Chancenübergewicht.

Aber weder Stürmer Kamel Cios (37.) noch Swinarski (42.) brachten das Leder ein zweites Mal über die Linie. Trotz der ausgelassenen Möglichkeiten gab sich der verletzte Mittelfeld-Motor Timo Söhngen (Achillessehnenriss) in der Halbzeit zufrieden: „Wir standen über 45 Minuten sehr gut und ließen nichts zu.“

Solo von der Mittellinie sorgt für die Entscheidung

Das einzige Manko sollte in der zweiten Hälfte auch nicht sofort abgestellt werden. Swinarski, dessen Mitspieler ihn nun Kuba nennen, traf nach gelungenen Solo das Außennetz (46.) und setzte einen Eckball an den Querbalken (49.). Erst in Spielminute 60 hatte Swinarski allen Grund zur Freude. Nach einem Zuspiel von Christian Schätzke sagte der Spieler mit der Rückennummer 11 nur noch Danke.

Für das spielentscheidende 3:0 (66.) sorgte „Kuba“ höchstpersönlich. Von der Mittellinie aus kommend ließ er durch eine enge Ballführung und mitsamt einfachen Körpertäuschungen gleich fünf Gegenspieler alt aussehen, ehe er ganz cool vollstreckte. „Das war eine Karussellfahrt“, freute sich Mitspieler Stephan Montag lauthals in der Jubeltraube.

Maximilian Schäfer war dagegen nicht zu Jubelsprüngen zumute. Der aus Sontra-Stadthosbach kommende Trainer der Gäste bilanzierte sehr selbstkritisch im WR-Gespräch: „Viel ist heute bei uns nicht zusammengelaufen. Reichensachsen hat uns mit Jakub Swinarski und einfachem Fußball geschlagen.“  

SV Reichensachsen: Göhler - Montag, Schätzke, Vidal Gadea, Dadah Gadea, Binneberg, Stromczynski, Bachmann (Eisenhuth/88.), Jung (Hanna/78.), Swinarski, Cios (Manegold/70.).

Tore: 1:0/2:0/3:0 Swinarski (2./ 60./66.), 4:0 Binneberg (70.).

(Marvin Heinz)

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