WR-Serie "Mock motiviert" - Eschweger Triathlon-Profi gibt Tipps

Mit Yoga und Klettern zum Lauf-Erfolg

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Philipp Mock

Zum dritten Mal heißt es "Mock motiviert"! Der Eschweger gibt Tipps, wie sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene größere Trainingserfolge in Ausdauersportarten erzielen.

VON NICO BECK

Eschwege – „Nun ist es an der Zeit, einen weiteren Schritt nach vorne zu gehen“ – das sagt Philipp Mock, der Eschweger Triathlon-Profi. Er bezieht sich dabei auf seine Serie „Mock motiviert“ in unserer Lokalzeitung, in der er als WR-Experte heimischen Sportlern hilft, mehr Spaß und Erfolg am Ausdauersport zu haben. Bisher erklärte er die Vorteile des Laufens und wie mehr Schwung in das Training gebracht wird.

Der 32-Jährige wendet sich im heutigen Teil direkt an die Leserinnen und Leser: „Ihr könnt bessere Läufer werden, wenn ihr über den Tellerrand hinausschaut und euer Lauftraining mit anderen Sportarten ergänzt.“ Eines liege hier ganz klar auf der Hand, erzählt der Eschweger: „Diese Abwechslung zieht ganz viele Vorteile mit sich. Sowohl für den Laufanfänger als auch den erfahrenen Wettkampfläufer.“

Laufen ist eine Ausdauersportarten – „von denen gibt es noch viele weitere, die man nutzen kann, um die Ausdauer als Grundlage zu trainieren. Beim Laufen selbst ist die Belastung für die Muskulatur, Sehnen und Gelenke relativ hoch und so ist Abwechslung ratsam, um diese gering zu halten und gleichzeitig die Ausdauer zu steigern.“

Als Beispiele führt der zweimalige Teilnehmer der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii lange Wanderungen – unter anderem auf den Premiumwanderwegen im Werra-Meißner-Kreis – auf, Touren auf dem Rad, Schwimmen, Rudern und Inlineskaten. Im Winter sei vor allem Skilanglauf gefragt. „Alles, was man hier in der Region gut machen kann.“

Der Profi weiß, wovon er spricht. Seine Erfahrung aus Gesprächen mit Trainern oder Spitzensportlern in Verbindung mit eigenen Lernprozessen haben ihm geholfen. Neben der Bedeutung anderer Sportarten nennt er einen weiteren aus seiner Sicht entscheidenden Punkt: „Nicht nur Ausdauer macht dich zum besseren Läufer, sondern es ist auch extrem hilfreich, Athletiktraining zu integrieren. Dabei sollte vor allem das Training des Rumpfes im Mittelpunkt stehen, denn dieser ist der Übergang für alle Bewegungen und das nicht nur beim Laufen.“

Dabei denken viele sicher an klassisches Bauch-Beine-Po-Training, vermutet er und gibt an, dass das sicher eine Möglichkeit sei, um an der Rumpfmuskulatur zu arbeiten. „Aber das macht nicht jeder gern.“ Also? „Abwechslung reinbringen! Man muss probieren, was für einen das Richtige ist.“ Bestens geeignet seien Yoga, Pilates, Crossfit, aber auch Sportarten, die den ganzen Körper kräftigen, wie zum Beispiel Klettern und Stand-Up-Paddling. Es müsse also nicht immer das Laufen selbst sein, das einem weiterhilft. Mock wendet sich zum Abschluss wieder an die Leser: „Probiert es aus und ihr werdet sehen, wie positiv es sich auswirkt. Ihr werdet fitter und der Spaß kommt nicht zu kurz.“

Philipp Mock ist 32 Jahre alt und lebt in seiner Heimatstadt Eschwege. Seit gut zehn Jahren als Triathlet aktiv, seit drei Jahren Profi. Unter anderem deutscher Ironman-Vizemeister und Achter beim Cozumel-Ironman in Mexiko. Zweimal startete er bei der WM auf Hawaii.

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