Fußball-Saisonvorschau: Kreisoberliga

Der TSV Waldkappel will den Favoriten ein Bein stellen

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Zur Regeneration nach hartem Training ab ins Wassertretbecken: Kreisoberligist TSV Waldkappel mit (1. Reihe, von links) Niklas Dilchert , Dominik Weis, (2. Reihe) Henrik Schiller, Moritz Berg, (3. Reihe) Nazeh Al-rashed, Mike Griese, Louis Veiga Duarte sowie (4. Reihe) Trainer Michael Bös und Dennis Baum.

VON STEFAN KONKLOWSKY

Waldkappel – „Ich sehe uns als Kreisoberligaverein und daher bin ich froh, dass wir den Wiederaufstieg geschafft haben“, sagt Waldkappels Fußballchef Henrik Stöber und zeigt sich sehr froh darüber, in der kommenden Saison nicht mehr in der Kreisliga A zu spielen. Und auch bei den Akteuren des TSV ist die Lust groß, endlich wieder in der höchsten Kreisliga anzugreifen.

Das Ziel

„Langfristig wollen wir uns in der Kreisoberliga etablieren, von daher ist es unser Ziel, im ersten Schritt dieses Jahr den Klassenerhalt zu schaffen“, sagt Henrik Stöber. Einen Vorteil für den Wiederaufsteiger sieht er zudem im Spielmodus der Saison 2020/21. „Wir sind realistisch genug, um zu wissen, dass wir kaum eine Chance haben in der starken Gruppe und wohl keinen der ersten drei Plätze belegen. Aber so haben wir auch Zeit, die neuen Spieler zu integrieren und uns als Team zu finden, um dann in der zweiten Saisonhälfte unser Ziel zu erreichen. Wir gehen das Ganze mit einer gewissen Demut an.“ Druck habe der TSV in der Vorrunde nicht und der Ehrgeiz sei groß, dem ein oder anderen Favoriten gelegentlich ein Bein zu stellen. Deshalb freue sich das Team auf die Runde.

Der Kader

Gleich 14 neue Gesichter durfte Trainer Michael Bös mit seinem Co-Trainer Dennis Baum zum Auftakt begrüßen. Darunter auch einige bekannte Gesichter wie Mike Götte, den es zurück zu seinen fußballerischen Wurzeln gezogen hat. „Mike hat zuletzt Landesklasse in Büßleben gespielt und dürfte mit seiner Erfahrung ein wichtiger Baustein im Team werden“, berichtet Stöber über die Rückkehr des 31-jährigen Routiniers. Auch Louis Veiga Duarte, zuletzt Kapitän des A-Ligisten SC Germerode, und den vielen Nachwuchsspielern traut der Vorsitzende einiges zu. „In der Breite sind wir gut aufgestellt und gerüstet.“ Dennoch hebt er auch warnend den Finger: „Mit Kevin Christl und Michael Classen haben wir zwei herbe Verluste hinnehmen müssen, die nur sehr schwer zu ersetzen sein werden.“

Die Vorbereitung

Bereits im Mai, unmittelbar nach Aufhebung des kompletten Fußballverbotes, starteten die Akteure mit freiwilligen Trainingseinheiten. „Es war der Spaß am Fußball, der uns so früh wieder auf den Platz gebracht hat“, fand der Schwung aus der Aufstiegssaison seine nahtlose Fortsetzung.

Im Juli stand dann eine zweiwöchige Pause auf dem Programm, ehe nun an der Feinabstimmung gearbeitet wird. Auch wenn das erste Vorbereitungsspiel in Stotternheim (Thüringen) mit 1:4 verloren ging, ist Stöber mit dem aktuellen Leistungsstand sehr zufrieden. Weitere Testspiele in Struth, Ifta und Geismar sollen dazu beitragen, aus dem 20er-Kader die Elf zu finden, die beim Saisonauftakt gegen die SG HNU für die erste Überraschung sorgen will.

Der Trainer

Bereits in seine sechste Saison geht Michael Bös als Trainer des TSV. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Dennis Baum sieht Stöber in dem Duo nach wie vor die Idealbesetzung für die Uhlenfänger. „Abnutzungserscheinungen sind selbst nach so langer Zeit nicht erkennbar, die Chemie zwischen Team und Trainer stimmt in jeder Hinsicht und das freut mich natürlich sehr.“ Stöber sieht die Voraussetzungen für eine weiterhin gute und erfolgreiche Zusammenarbeit als klar gegeben an.

Die Favoriten

„Fakt ist, dass aus meiner Sicht unsere Gruppe sportlich wesentlich stärker ist, das sieht man schon an den Endplatzierungen der letzten Saison. Von daher glaube ich auch, dass der Meister am Ende aus unserer Gruppe kommen wird. Wanfried, Sontra und HNU räume ich dabei die größten Chancen ein“, so Stöber, der sich festlegt und hofft, mit seinem TSV trotz der klaren Außenseiterrolle auch hin und wieder eine Überraschung zu landen.

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