Souverän, sicher und selbstbewusst

TV Sontra schließt vorzeitig beendete Saison in der Volleyball-Bezirksliga auf Platz zwei ab

Freuten sich über die starke Saison: (oben von links) Luisa Wetterau, Laura Reimold, Laura Weihseller, Laura Rossa, (unten von links) Milena Kummer, Anastasia Stenzel, Alexandra Toman und Emma Sennhenn. Foto: Marvin Heinz

TV Sontra schließt die vorzeitig beendete Saison in der Volleyball-Bezirksliga auf Platz zwei ab.

Die Damen der TV Sontra waren in der Volleyball-Bezirksliga trotz aller Widrigkeiten drei Spieltage vor Saisonende drauf und dran, sich für die Relegation zur Bezirksoberliga zu qualifizieren. Das Team von Sebastian Backhaus belegte nach sieben Spielen den zweiten Tabellenplatz und hätte durch einen Sieg gegen den Tabellenführer Johannesberg sogar noch ins Titelrennen eingreifen können.

Aber dann kam die Corona-Krise und die Saison wurde abgebrochen. „Das Team hatte sich bereits auf die kommenden Aufgaben gefreut und wir wollten noch mal unser ganzes Potenzial auf die Platte bringen“, erklärt Spielführerin Alexandra Toman, die enttäuscht war über das abrupte Ende der Saison 2019/2020. „Obwohl noch unklar ist, wie der Verband in der aktuellen Situation die endgültige Wertung der Ligen vornehmen wird, sehen wir uns schon jetzt als Gewinner der Saison“, sagte Backhaus. Wir nennen die Gründe für die starke Saison der einzig verbliebenen Damen-Volleyballmannschaft im Werra-Meißner-Kreis:

Der Auftakt

Die Kupferstädterinnen, die im März 2019 noch die Meisterschaft in der Kreisliga Südost feiern konnten, verloren im November mit 16:25, 19:25, 22:25 gegen die SG Johannesberg. Dabei boten die TVS-Mädels gegen den Klassenprimus vor rund 50 Zuschauern in der Wichmannshäuser Uwe-Seeler-Halle eine ansprechende Leistung. „Das neue System wurde gut umgesetzt“, freute sich Trainer Sebastian Backhaus, der seine Zuspielerinnen Anastasia Stenzel, Milena Kummer und Laura Weiheseller zum ersten Mal auf Außenpositionen aufstellte, um auch im Angriff mit einem Mittelblock zu agieren. Während Johannesberg im ersten Satz noch überlegen war, hatten die Gäste aus der Domstadt im weiteren Spielverlauf ihre Mühe und Not. Backhaus nach der Niederlage: „Wir sind auf einem guten Weg!“

Die Entwicklung

Seit der Sommerpause wurde an der Umstellung des Systems gearbeitet. „Nur so können wir in der Bezirksliga mithalten“, erklärte Backhaus, der vor Saisonbeginn den Nicht-Abstieg als Ziel anvisierte. Die ersten Erfolgserlebnisse stellten sich ein. Nach einem verkorksten ersten Satz gewannen die Spielerinnen aus der Berg- und Hänselstadt mit 3:1 in Melsungen. Die Zuspielerinnen agierten mit mehr Präzision, sodass der Angreiferinnen Laura Rossa, Emma Sennhenn und Laura Reimold immer besser zur Geltung kamen. Es folgten Siege gegen die SV Steinbach (3:0) und Weiterode (3:2). Einzig die 2:3-Heimniederlage gegen Steinbach im Februar wurmte Backhaus: „Wir offenbarten Mängel im konditionellen Bereich.“

Das Personal

Die in Teneriffa aufgewachsene Angreiferin Toman entpuppte sich mehr und mehr in Abwesenheit von Katharina Wiegand als Führungsspieler, die in den entscheidenden Momenten wichtige Impulse setzt. „Alexandra strahlt Ruhe aus und motiviert ihr Mitspielerinnen alles aus sich rauszuholen“, lobte Backhaus seine Spielführerin. Ebenfalls stark: Luisa Wetterau. Auf der Libero-Position trug Wetterau ein andersfarbiges Trikot und durfte nur als Hinterspielerin agieren. Viele Angriffsbälle hielt die Spielerin mit der Nummer acht im Spiel und verlieh dem Spiel ihrer Mannschaft so die notwendige Stabilität. Souverän, sicher und selbstbewusst präsentierte sich die TV beim 3:1-Auswärtssieg in Weiterode. „Gerade dieses Spiel zeigt, dass in dieser Saison vielleicht viel mehr drin gewesen wäre“, ärgerte sich Backhaus, der optimistisch in die Zukunft blickt.  mhz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare