„Unbeschreibliches Gefühl“: Joker Pascal Berg erzielt das 2:2 für die SV 07 Eschwege

Hat geknipst: Pascal Berg (links) wurde in der 85. Minute eingewechselt und erzielte dann den 2:2-Ausgleich für die SV 07 Eschwege gegen Tabellenführer Neuhof in Minute 90. Foto: Nico Beck

Eschwege. „Das Gefühl war echt gut, eigentlich unbeschreiblich“, sagt Fußballspieler Pascal Berg, wenn er sich an seinen Treffer für die SV 07 Eschwege zum 2:2-Ausgleich gegen den Verbandsliga-Spitzenreiter Neuhof vorgestern in der Schlussminute erinnert.

Allein schon, dass Berg in der ersten Mannschaft spielt oder gar trifft – das ist schon nicht selbstverständlich. Denn der Angreifer gehörte seit seinem Wechsel in der Sommerpause 2017 vom C-Ligisten Hessische Schweiz zu den Kreisstädtern keineswegs zum Stammetat in der Verbandsliga-Elf, lief zuletzt sogar überwiegend in der Reserve der SV 07 (Kreisliga A) auf.

„Ich will jetzt wieder häufiger erste Mannschaft spielen und traue mir auch zu, das zu schaffen“, erzählt Berg, der durch sein erstes Pflichtspieltor in der höheren Spielklasse sichtlich motiviert ist. „Ich hatte nur wenig Zeit, wurde in der 85. Minute eingewechselt und habe dann direkt fünf Minuten danach das 2:2 erzielt, das war einfach toll“, so Berg.

Und wie er das gemacht hat. Ein via Kopfball verlängerter Einwurf landete vor seinen Füßen am Elfmeterpunkt. Berg drosch den Ball volley ins linke Eck. Wahnsinn. „Schon auf dem Feld und auch danach sind alle zu mir gekommen, haben mir gratuliert und sich mit mir gefreut: Mitspieler, Trainer, Vereinsführung und Fans“, erinnert er sich.

Denn die Gemeinschaft, die stimme in der ersten Garde der Eschweger – auch wenn der Leistungsgedanke in der Verbandsliga natürlich nicht zu kurz komme. „Sich gegen solche Gegenspieler, gerade gegen die von Topteams wie Neuhof, durchzusetzen, ist schon nicht einfach. Auch im Training ist der Konkurrenzkampf mit den Mitspielern zu spüren. Deswegen war es ja etwas so Besonderes für mich, gerade in dieser Begegnung das entscheidende Tor zum Ausgleich beizusteuern“, sagt Pascal Berg, der laut eigener Aussage dreimal die Woche im Training alles gibt, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. „Aber auch wenn ich in der zweiten Mannschaft gebraucht werde, bin ich da. Aus Spaß gehe ich ab und an sogar ins Altherrentraining. Ich bin einfach ein Vollblutfußballer und habe Bock, zu spielen.“

Das weiß auch Trainer Rafal Klajnszmit zu schätzen, der mit der Einwechslung Pascal Bergs alles richtig gemacht hat und danach seine Qualitäten als Joker lobte: „Er hat genau das gemacht, was wir uns von ihm wünschen.“

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