Historische Momentaufnahme der Fußballer

VfL Wanfried erobert erstmals die Spitze der Kreisoberliga

Wanfrieder Jubel nach dem zwischenzeitlichen 2:0 per Strafstoß: Christoph Elsner (Zweiter von links) markierte den Treffer und bereitete beim 3:0-Erfolg gegen Wichmannshausen zwei weitere vor. Er war der Mann des Spiels. Foto: Konklowsky

Nach dem 3:0-Heimsieg gegen den TSV Wichmannshausen steht der VfL Wanfried erstmals überhaupt an der Spitze der Fußball-Kreisoberliga.

VON STEFAN KONKLOWSKY

Wanfried – Es ist die elfte Saison der Fußball-Kreisoberliga Werra-Meißner – und zum ersten Mal in der Geschichte dieses Ligawettbewerbs steht Gründungsmitglied VfL Wanfried an der Tabellenspitze. Möglich gemacht wurde das durch den auch in der Höhe verdienten 3:0-Erfolg gegen den TSV Wichmannshausen, der nach einer wieder einmal sehr schwachen Vorstellung mehr denn je um den Klassenerhalt fürchten muss. Trotz ihres neuen Mannes an der Seitenlinie, Patrick Gries.

Es war die Szene des Spiels: „Mach dich in den Strafraum und köpf den Ball ins Tor“, so lautete die Ansage von Wanfried-Urgestein Marco Zölfl an Marcell König, als dieser einen Eckball kurz ausführen wollte. Und der Angreifer gehorchte, kehrte um, um wenige Sekunden später völlig freistehend die Ecke von Christoph Elsner mit dem Kopf zum 3:0-Endstand zu verwandeln.

Womit wir schon beim Mann des Spiels wären: Christoph Elsner, von Mitspielern kurz „Elle“ genannt. Der Routinier im Wanfrieder Mittelfeld gehört zwar nicht mehr zu den laufstärksten Spielern, aber was der 35-Jährige spielt, das hat stets Hand und Fuß. Egal, ob die eigenen Mitspieler dirigiert werden oder wenn Standardsituationen für den VfL auf dem Plan stehen: „Elle“ ist immer zur Stelle. So glänzte er nicht nur als Vorbereiter der Treffer eins und drei, sondern verwandelte auch einen Strafstoß per Chip zum vorentscheidenden 2:0 souverän, als Torwart Julian Walter nach Abstimmungsproblemen in seiner Abwehr Marc-Philipp Auerswald nur auf Kosten eines Elfmeters stoppte.

Ansonsten sahen die Zuschauer bei herbstlichem Wetter über die gesamte Spielzeit einen dominanten VfL im Spiel zweier ersatzgeschwächter Teams, der von Beginn an den Weg nach vorn suchte. Doch während es den Gastgebern gelang, ihre Ausfälle zu kompensieren, merkte man bei den Gästen das Fehlen von Niklas Wieditz und Valentin Stunz vor allem im Offensivspiel deutlich. Folgerichtig war lediglich eine gefährliche Situation vor dem ansonsten beschäftigungslosen Jan Just im VfL-Tor zu notieren. Wenn der VfL sich etwas vorwerfen lassen muss, dann die Tatsache, dass es nicht gelang, im ersten Durchgang aus einem halben Dutzend guter Chancen etwas Zählbares zu verbuchen. So dauerte es bis zur 60. Minute, ehe Kapitän Robin Roscher, nachdem er in der Anfangsphase zwei gute Chancen vergab, die Verwirrung in der TSV-Abwehr nach einer Elsner-Flanke nutzte, um den Führungstreffer zu erzielen. Viel Arbeit für den neuen TSV-Coach Patrick Gries, um den Klassenerhalt zu erreichen. Beim VfL muss man sich nun auf die Situation einstellen, vom Jäger zum Gejagten zu werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare