Abteilungsleiter Harald Zaremba äußert Gedanken zur Saison 2021/22

Früher in die neue Runde starten: SV Reichensachsen will Änderungen für die Gruppenliga

Hofft auf Änderungen zur Saison 2021/22 in der Fußball-Gruppenliga: Harald Zaremba.
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Hofft auf Änderungen zur Saison 2021/22 in der Fußball-Gruppenliga: Harald Zaremba.

Noch ist ungewiss, ob die Saison 2020/21 im Fußball weitergeht. Harald Zaremba, der Abteilungsleiter des SV Reichensachsen, blickt aber schon voraus zur Saison 2021/22.

Seine klare Aussage: „Weniger Spiele! Die Ligen dürfen nicht so groß sein, wie es in dieser Saison und bisher der Fall ist. Man muss aus den Erfahrungen der letzten beiden Jahre lernen. Das sollte man ändern. Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. “ Die erste Mannschaft seines SV Reichensachsen spielt in der Gruppenliga, Gruppe 2, mit 17 weiteren Teams. „Das ist von Beginn an ein zugebundener Sack gewesen. Man hat die gesamte Situation unterschätzt und immer gehofft, dass es irgendwie klappen wird. Das Ergebnis sehen wir jetzt.“

In der Gruppenliga 2 wären pro Mannschaft im Idealfall in der Saison 34 Spiele absolviert worden. Die Höchstzahl an absolvierten Begegnungen pro Mannschaft liegt aktuell bei zwölf, da die Saison coronabedingt unterbrochen wurde. Der KSV Hessen Kassel II spielte beispielsweise erst neunmal, Reichensachsen elfmal. „Für uns ist klar, dass die laufende Saison endgültig abgebrochen und nicht gewertet werden sollte. Vor allem mit dem Blick auf die neue Saison 21/22, die dann, wenn es die Pandemie zulässt, früher beginnen könnte. Wieso nicht schon am 1. Juli starten?“, fragt Zaremba.

Der Abteilungsleiter des SV Reichensachen weiß, wie schwer es ist, diese Entscheidungen zu treffen. Er selbst zählt seit 40 Jahren zum Vorstand der SVR-Fußballer. „Für mich wäre es einfach wichtig mit Blick auf diese Entscheidung, dass sich viel mehr mit den Vereinen, die das betrifft, auseinandergesetzt wird. Denn wir stehen in der ersten Reihe.“ Man müsse aus den vergangenen beiden Spielzeiten lernen. „Dass noch mal abgebrochen wird und man womöglich keine Wertung hat, das darf künftig nicht mehr passieren. Natürlich war der späte Start im Vorjahr ein entscheidender Grund dafür, das ging nicht anders, aber deshalb muss das künftig geändert werden.“

Zaremba äußerst einen Vorschlag: „Die beiden Gruppenligen mit insgesamt 35 Mannschaften könnte man auf drei Klassen aufteilen. 12, 12 und 11. Dann hätte man viele unterschiedliche Möglichkeiten, die Saison zu spielen und Auf- und Absteiger zu ermitteln. Der klare Vorteil und entscheidend ist, dass man so wenige Spiele wie möglich hat. Darum geht es. Niemand weiß, wie lange im Herbst gespielt werden kann.“ Man darf gespannt sein.

Von Nico Beck

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