Auffälligkeiten des Handball-Wochenendes

Von Ballermännern und Teams, die weiter auf den ersten Sieg warten

Glanztag erwischt: Reichensachsens Alina Munk traf im Heimspiel am Sonntag zwölfmal. Foto: Markus Claus/nh

Eschwege – Während ein Team eine Hiobsbotschaft verkraften muss, eilt ein anderes von Sieg zu Sieg: Wir haben einige Auffälligkeiten der Landes- und Bezirksoberligen im Handball zusammengefasst.

Der 15-Tore-Mann

Vladimir Djuric zählt zu den Ballermännern der Liga. Beim Auswärtssieg in Hünfeld (35:32) erzielte der 35-Jährige herausragende 15 Tore. Das war nicht nur ein ganz entscheidender Faktor auf dem Weg zum achten Saisonerfolg, sondern auch der Wanfrieder Bestwert in dieser Spielzeit. Fünfmal traf er zuvor schon zweistellig. Vor zwei Spieltagen 14-mal gegen Fuldatal/Wolfsanger, zweimal zwölfmal und zweimal elfmal. Er ragt aus dem so oft starken Kollektiv heraus. Sein Schnitt: Rund acht Tore pro Spiel.

Eine überragende Ausbeute gab es auch bei den Damen des SV Reichensachsen in der Bezirksoberliga zu verzeichnen. Da warf Rückraumschützin Alina Munk ihre Mannschaft mit zwölf Toren zum Sieg. In der Hinrunde nur selten dabei, avancierte sie im zweiten Spiel des neuen Jahres zum zweiten Mal zur erfolgreichsten Werferin.

Der Rückschlag

Diesen erlebten ganz klar die Frauen der HSG Datterode/Röhrda/Sontra in der Bezirksoberliga. Im spannenden Titelrennen, in dem drei Mannschaften mitmischen, könnte die Ein-Tor-Niederlage am Sonntag bei Körle/Guxhagen entscheidend gewesen sein. Niederlagen gegen einen Gegner ab Tabellenplatz vier hat kein Klub der Top drei eingeplant, sodass die HSG eine böse Überraschung erlebte und auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen muss – oder eben die  Topspiele gewinnt. Ab jetzt heißt es: verlieren verboten.

Der totale Fehlstart

Sechsmal haben die Männer der Vereine Jestädt/Grebendorf und Datterode/Röhrda/Sontra in diesem Jahr zusammen auf dem Spielfeld gestanden, jedes Spiel ging verloren. Eine ernüchternde Bilanz zu Beginn der Rückrunde. Rundenübergreifend kassierten die Ringgauer die dritte Pleite aus den letzten fünf Spielen, die Meinharder verloren sogar sechsmal in Folge und rutschten auf den vorletzten Platz ab.

Der verletzte Coach

Auch das noch: Zur sportlichen Misere ereilte Jestädt/Grebendorf eine Hiobsbotschaft. Wie jetzt bekannt wurde, verletzte sich Spielertrainer Julian Triller, der auf dem Spielfeld eine tragende Säule seines Teams ist, vor einer Woche scheinbar so schwer am Knie, dass er wohl mehrere Monate ausfallen wird. Die HSG erlebt eine Saison zum Vergessen. Wie sagte einst Fußballer Andy Brehme: „Haste Sch****e am Fuß, haste Sch****e am Fuß.“

Der vermeintlich einsame ETSV

Dominanter als Bezirksoberliga-Tabellenführer Eschweger TSV kann man kaum auftreten. Die Summe aus dem besten Angriff und der besten Abwehr ergibt – na klar – das beste Team. Das stellt der ETSV unumstritten und landet Kantersieg um Kantersieg. Das ahnte WR-Experte Matthias Meinl bereits vor dem Start der Rückrunde und war sich sicher: „Der ETSV wird Meister.“

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