Voll von Überraschungen: Wir beleuchten das Geschehen in der Fußball-Kreisoberliga

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Immer für Überraschungen gut: Kilian Löffler  und der VfL Wanfried. 

Eschwege. Wehretal schlägt Wichmannshausen 4:3, Wanfried wird vom Abstiegskandidaten zum Spitzenteam, Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund (HNU) und Großalmerode versinken im grauen Mittelfeld der Tabelle: Die Fußball-Kreisoberliga hatte an den ersten sieben Spieltagen viele Überraschungen zu bieten. Wir beleuchten das Geschehen:

Die Überflieger

In den vergangenen Jahren war im Wanfrieder Werrastadion vor allem gegen Ende der Saison Spannung angesagt. Denn zumeist musste der VfL lange um den Klassenerhalt zittern. Doch nicht dieses Mal. Durch die starken Neuzugänge Alpay Ertas und Kilian Löffler (SV Adler Weidenhausen) haben sich die Brombeermänner als Top-Mannschaft herauskristallisiert. Die ersten fünf Saisonspiele wurden allesamt gewonnen. Beim 2:2 im Spitzenspiel am Sonntag zu Hause gegen Tabellenführer Lichtenau ließ die Elf von Neu-Trainer Florian Mönche zum ersten Mal Punkte liegen.

Übrigens: Der LFV ist bei ebenfalls 16 Punkten nur wegen des besseren Torverhältnisses Erster - und das bei einem Spiel mehr. Bleibt abzuwarten, wie lange Wanfried so gut bleiben kann. Denn im Herbst geht Kilian Löffler nach Australien. Jetzt aber ziehen wir erst mal den Hut vor diesem Saisonstart.

Die Wundertüte

Wichmannshausen war vor Saisonbeginn als Gruppenliga-Absteiger Meisterschaftsfavorit Nummer eins. Das sah der TSV selbst so und auch die meisten anderen Vereine hatten die Eintracht auf dem Zettel. Die ersten vier Spiele verliefen soweit nach Plan: drei Siege und ein Unentschieden auswärts bei der nicht zu unterschätzenden TSG Bad Sooden-Allendorf.

Doch am Freitag erfolgte der Dämpfer. Mit 3:4 verlor die Elf von Spielertrainer Maikel Buchenau bei Wehretal. Eigentlich undenkbar mit Blick auf das Spielermaterial der beiden Kontrahenten. Was war die Ursache? Hat man den Gegner unterschätzt? Sowas in der Art wird es wohl gewesen sein. Zwei Tage später aber zeigten die Giggels, was sie wirklich drauf haben. Trotz roter Karte in Minute 15 fegten sie die ebenfalls hoch gehandelten Großalmeröder mit 4:0 vom Platz. Chapeau! Das bedeutetet Platz vier bei 13 Zählern. Jetzt fehlt nur noch die Konstanz.

Die Enttäuschungen

Auch HNU hat letztes Jahr noch in der Gruppenliga gespielt. Deswegen war der SG durchaus zuzutrauen, vorne mitzumischen. Das galt auch für Großalmerode nach der Rückkehr von Torjäger Danny Nickel. Doch diese beiden Truppen enttäuschten bisher auf ganzer Linie. Die Tonstädter sind Sechster mit zehn Punkten aus sieben Partien, HNU Siebter mit einem Zähler, aber auch einem Spiel weniger. Ziemlich überraschend.

Die Wiedererstarkten

Niederhone setzt seine durch den Klassenerhalt gekrönte Aufholjagd aus der vorigen Rückrunde fort und ist starker Fünfter bei vier Siegen und drei Niederlagen. Kurios: Während die Eschweger Vorstädter zum Beispiel HNU mit 5:1 abfertigten, verloren sie bei Kellerkind Pfaffenbachtal/Schemmergrund 2:5.

Nicht nur deswegen scheint es so, als wäre momentan alles möglich in der Kreisoberliga.

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