Volleyball: SG Herleshausen/Eisenach erstmals in der Werner-Aßmann-Halle

Gespannt auf das neue Zuhause 

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Heiß auf die ersten beide Spiele in neuer Halle: Johannes Aßmann. 

Eisenach. Diesem Heimspiel fiebern die Volleyballer der SG Herleshausen/Eisenach seit Wochen entgegen. Erstmals wird am Samstag (ab 11 Uhr) in der altehrwürdigen Werner-Aßmann-Halle in Eisenach gespielt. Wir erklären, weshalb das so besonders ist.

Andreas Neitzel hat in seiner Volleyball-Karriere schon viel mitgemacht. Seit rund 25 Jahren ist er aktiv. Doch seit dem Zusammenschluss zur SG Herleshausen/Eisenach erlebt er seinen zweiten sportlichen Frühling. Der Gewinn der Thüringenliga-Meisterschaft im April – und das als Aufsteiger – war der Höhepunkt seiner Laufbahn. Am Samstag folgt das nächste Highlight, dem er mit seinen Teamkameraden seit Wochen entgegenfiebert: das erste Heimspiel in der altehrwürdigen Werner-Aßmann-Halle in Eisenach. „Das ist definitiv eine der geschichtsträchtigsten Sportstätten der weiteren Umgebung. Zusammen vielleicht mit dem Kasseler Auestadion“, sagt Neitzel.

Die Werner-Aßmann-Halle wurde zu Ehren des im Jahr 1924 in Calbe (Sachsen-Anhalt) geborenen Handballers und Kapitäns der DDR-Nationalmannschaft benannt. Aßmann, der 1993 in Frankfurt verstarb, erhielt die Ehrennadel des Deutschen Handballverbandes, war Studentenweltmeister und Trainer der BSG Motor Eisenach, die seit 1990 ThSV Eisenach heißt. Jahrelang wurde am Sportpark 1 Bundesliga gespielt. Heute spielt der ThSV in der 3. Liga.

3100 Sitzplätze stehen in der Halle zur Verfügung. Das sind rund 3050 mehr als in der bisherigen Spielstätte der Volleyballer an der Ziegeleistraße. Statt vereinzelter Stühle und harten Hallenbänken unmittelbar am Spielfeldrand nehmen die Besucher der SG-Heimspiele am Samstag auf einer Tribüne mit einzelnen nummerierten Sitzen Platz. Ein Hauch von Bundesliga-Atmosphäre.

Eigens für die höchste Handball-Spielklasse wurde die Halle umgebaut und vergrößert. Nun also wird auch Volleyball darin gespielt. Andreas Neitzel: „Es war viel zu tun, bis uns genehmigt wurde, dass wir dort spielen dürfen. Die Auslastung der Halle ist sehr groß und auf dem Feld sind reine Handball-Markierungen.“ Dennoch sei dieser Schritt notwendig gewesen, da es wegen des oftmals als zu klein geltenden bisherigen Spielorts mehrfach Diskussionen gegeben habe. Folglich wurde ein Umzug geprüft, zwei Spiele werden dort ausgetragen. „Zum Handball war schon mal der ein oder andere in dieser Halle, zum Volleyball aber wohl nur die Wenigsten“, sagt Neitzel und gibt an, dass auch innerhalb der Mannschaft eine ganz besondere Vorfreude auf diesen Heimspieltag herrsche. „Dort ein Pflichtspiel auszutragen, das ist schon der Wahnsinn. Wir hoffen, dass viele Besucher vorbeischauen, sodass wie bisher eine tolle Stimmung bei den Spielen herrscht.“ Dass diese unter der Hallengröße leide, glaubt er nicht. „Es wird anders. Aber sicher gut.“

Um elf Uhr trifft die SG auf Schlusslicht Gera, ehe im Anschluss gegen Gotha II gespielt wird. Neitzel: „Gotha II ist der stärkere Gegner, gegen den wir sehr gut spielen müssen, um zu gewinnen. Aber auch gegen Gera sind wir gewarnt. Gegen sie haben wir unsere letzte Niederlage kassiert.“

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