Hessenpokal

Pokaltraum und grauer Alltag: Weidenhausens Kapitän Jan Gonnermann zur Hinrunde

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Ernste Miene: Weidenhausens Kapitän Jan Gonnermann – hier beim Aufwärmen für das Hessenpokalspiel gegen Steinbach-Haiger – weiß um die mangelnde Konstanz seines Teams in der Liga. 

Pokaltraum und grauer Alltag: Weidenhausens Kapitän Jan Gonnermann zur Hinrunde

Das stimmt, das waren schon die absoluten Höhepunkte – allen voran der 4:1-Sieg gegen den Hessenligisten Hessen Kassel unmittelbar vor unserem Vereinsjubiläum. Da hat einfach alles gepasst. Es ist toll, wie die Region drauf angesprungen ist. Auch beim 2:1 gegen Dreieich und selbst bei der 0:2-Niederlage Anfang November bei drei Grad Celsius gegen das Profiteam Steinbach-Haiger (Regionalliga) waren über 1000 Zuschauer da. Das war insgesamt schon wirklich genial.

Es ist nicht einfach, umzuschalten. Vor dem nächsten Pokalspiel bist du dann in der Liga nicht richtig auf dem Platz und im Spiel hinterher fehlt dir vielleicht die Kraft. Diese Begegnungen haben viel Energie gekostet.

Wir sind hinter unseren Möglichkeiten zurückgeblieben. Denn von der Spielstärke her sehe ich uns mindestens unter den ersten fünf Mannschaft der Spielklasse, wenn nicht sogar unter den besten drei Teams. Aber wir haben in der Liga zu selten das abgerufen, was wir beispielsweise im Pokal gezeigt haben. 

Klar: Unsere Torausbeute war gut, insbesondere dank der 26 Treffer meines Bruders Sören. Aber hinten gab es Begegnungen, da haben wir uns gegenseitig über den Haufen gerannt. Wenn du in der Spitzengruppe mitspielen willst, musst du Spiele wie gegen die Kellerkinder Melsungen oder Hombressen/Udenhausen einfach gewinnen. Uns fehlt es aber an Konstanz. Das Argument, dass wir eine junge Truppe haben, lasse ich auch nicht mehr gelten, wir sind jetzt eingespielt.

Ich peile nach wie vor Platz fünf an, auch wenn es schwer wird. In den vergangenen Spielzeiten waren wir auch in der Rückrunde immer besser als in der ersten Halbserie – warum auch immer. Wir müssen uns jetzt wieder voll auf den Liga-Alltag konzentrieren, gleich zum Start viele Punkte sammeln und schrittweise nach vorne arbeiten.

Ich hatte ein Seuchen-Halbjahr, bin zuerst mit einer Knieverletzung sechs Wochen ausgefallen und noch mal wegen Keuchhusten. Wenn ich fit bin, kann ich der Mannschaft weiterhelfen, davon bin ich überzeugt. Ich habe mir für die Rückrunde einiges vorgenommen. Wenn ich nur Einwechselspieler bin, helfe ich dem Team eben auf die Weise gerne. Kapitän kann man auch auf der Bank gut sein.

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