Auswärtsaufgaben für SVA und SVR im Halbfinale

Fußball-Kreispokal: Wem gelingt heute der Sprung ins Finale?

Ähnlich umkämpft wie im Pokalfinale im vergangenen Jahr dürfte es auch heute im Halbfinale zwischen dem Lichtenauer FV und dem SV Adler Weidenhausen zugehen: Hier kämpfen der mittlerweile zum SV Reichensachsen gewechselte Dadah Gadea Baringo (links) und SVA-Kapitän Sören Gonnermann um den Ball.
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Ähnlich umkämpft wie im Pokalfinale im vergangenen Jahr dürfte es auch heute im Halbfinale zwischen dem Lichtenauer FV und dem SV Adler Weidenhausen zugehen: Hier kämpfen der mittlerweile zum SV Reichensachsen gewechselte Dadah Gadea Baringo (links) und SVA-Kapitän Sören Gonnermann um den Ball.

Heute Abend stehen im Fußball-Kreispokal 20/21 die beiden Halbfinale an. Wer schafft den Sprung ins Finale, das kommende Woche in Waldkappel stattfindet?

Eschwege – Wenn der Ball heute Abend ab 18.30 Uhr in Hessisch Lichtenau und in Hundelshausen rollt, dann dreht sich alles nur um diese eine Frage: Wer setzt sich im Halbfinale des Fußball-Kreispokals 20/21 durch und löst das Ticket für das Endspiel am 30. Juli in Waldkappel? Der Titelverteidiger Lichtenauer FV oder der SV Adler Weidenhausen im Duell der Verbandsligisten?

Die SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach oder der SV Reichensachsen im Aufeinandertreffen der Gruppenligisten?

Lichtenauer FV - SV Adler Weidenhausen (heute, 18.30 Uhr). Das Endspiel der vergangenen Kreispokalsaison gibt es nun bereits im Halbfinale. Damals gewann der Lichtenauer FV mit 2:1.

Nach der monatelangen Zwangspause und vor allem einigen Veränderungen des Lichtenauer Kaders – unter anderem haben die Final-Torschützen Pascal Itter und Nicolai Lorenzoni den Verein verlassen – ist allerdings noch unklar, wo die beiden Teams stehen und wer in dieser Halbfinalpartie eigentlich der Favorit ist.

„Wir können unsere eigene Leistungsfähigkeit und die des Gegners derzeit nur schwer einschätzen“, sagt Weidenhausens Trainer Ronald Leonhardt im Vorfeld des Spiels. Klar ist für ihn aber auch: „Wir nehmen dieses Spiel sehr ernst und wollen den Wettbewerb gewinnen. Wer mal im Hessenpokal unterwegs war und diese unglaublichen Heimspiele bei uns erlebt hat, der will doch wieder dort hin, dafür trainieren wir doch alle.“

Luis Göbel und Tim Gonnermann wieder zurück

Um das zu erreichen, müsse man im Kreispokal aber vorab einige starke Gegner schlagen, das sei früher mit der SV Eschwege 07 genauso gewesen wie nun mit dem Lichtenauer FV.

Was die Aufstellung heute Abend betrifft, wollte sich Ronald Leonhardt noch nicht in die Karten gucken lassen. „Der eine oder andere Spieler hat ein Wehwehchen, was in der Vorbereitung aber auch normal ist“, so der SVA-Coach. Gesichert ist, dass Luis Göbel und Tim Gonnermann nach ihren Urlauben wieder zur Verfügung stehen, nicht dabei sein wird Neuzugang Philipp Immig.

„Der SV Adler Weidenhausen ist als Mannschaft wirklich gut, hat Stärken in der Offensive und Defensive. Nach der langen Pause stehen die Chancen 50:50“, sagt Lichtenaus Spielertrainer Alexandru Cucu vor dem Spiel. Dafür sieht sich der LFV aber gut gerüstet: „Wir haben früh genug angefangen und sind vorbereitet.“ Wie die Weidenhäuser können auch die Lichtenauer auf einige Urlauber nicht zurückgreifen, für Cucu ist das aber kein Problem. „Jeder der spielt, muss zeigen, dass er der Mannschaft helfen kann.“

SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach - SV Reichensachsen (heute, 18.30 Uhr). 2:3, 3:4 und 2:4 – die vergangenen Spiele gegen die SG K/H/D waren aus Sicht des SV Reichensachsen alles andere als von Erfolg gekrönt. Nun dürften sich die Vorzeichen allerdings geändert haben, denn mit Jakub Swinarski (31) und David Dreyer (29) haben zwei wichtige Spieler der SG K/H/D die Seiten gewechselt.

„Das waren bei uns zwei absolute Leistungsträger. Ich gehe davon aus, dass sie das auch beim SVR dauerhaft sein werden“, sagt KHD-Trainer Goran Andjelkovic. Es gelte den wendigen und schwer zu kontrollierenden Außenstürmer Swinarski ebenso zu stoppen wie Dreyer, der durch seine Übersicht und Torgefahr besteche. Verletzungsbedingt fehlen werden beim Gastgeber allerdings Jonathan Schäfer, Alexander Bazzone, Stefan Küllmer, Julius Krumbein und Jannik Schinzel.

„Wir werden uns mit Händen und Füßen wehren“

Dennoch: „Wir werden uns mit Händen und Füße wehren. Wer in diesem Spiel nicht motiviert ist, dem kann ich nicht helfen. Wer im Halbfinale ist, der will auch ins Endspiel“, so Trainer Andjelkovic.

Läuft seit dem Sommer wieder für den SV Reichensachsen auf: David Dreyer (links). Zu sehen ist er hier noch im Trikot der SG K/H/D.

Genau so werden auch die Reichensächser von Rafal Klajnszmit das Spiel heute Abend angehen: „Unser Trainer hat ja neulich erst gesagt, dass er jedes Spiel gewinnen möchte. Wir waren das letzte Mal vor vier Jahren im Halbfinale und sind an Lichtenau gescheitert, natürlich wollen wir ins Finale – egal gegen wen“, sagt SVR-Pressesprecher Stefan Geisler.

Er selbst rechne mit einem Spiel auf Augenhöhe, bei dem sich sicherlich die Neu-Reichensächser David Dreyer und Jakub Swinarski gegen ihren Ex-Klub besonders beweisen wollen würden.

Nichtsdestotrotz stecke man noch mitten in der Saisonvorbereitung: „Jedes Spiel und jede Trainingseinheit helfen uns, um besser zu werden. Das Viertelfinale war schon mal eine wesentliche Steigerung zum Achtelfinale davor“, so Geisler. Definitiv fehlen wird Dadah Gadea Baringo, der noch im Urlaub weilt.

(Maurice Morth und Ralf Walle)

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