Vereine erhalten wenig Infos

Wenig Rückmeldung vom Hessischen Handball-Verband

Der Handball ruht auch weiterhin.
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Der Handball ruht auch weiterhin: Aktuell ist nicht absehbar, wann der Hallensport wieder aufgenommen werden darf, die Vereine tappen im Dunkeln.

Egal ob Fußball, Handball, Football oder Tennis: Alle Sportarten eint aktuell das Warten. Niemand weiß, wann und in welcher Form die neuen Spielzeiten beginnen.

Eschwege ‒ Im Fußball hört man allerdings regelmäßig Wasserstandsmeldungen des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV), der zumindest um die Beendigung des Hessenpokals der Saison 2020/21 bemüht ist. Doch wie sieht die Lage im Handball aus?

Pressemitteilungen, Updates und Neuigkeiten seitens des Hessischen Handball-Verbandes (HHV) sind rar gesät. Und die Vereine aus dem Werra-Meißner-Kreis tappen vollkommen im Dunkeln, wissen nicht, wie es weitergeht. Wir sprachen darüber mit den Trainern der beiden Handball-Landesligisten im Kreis: Julian Triller und Christian Löbens vom Eschweger TSV sowie Stefan Schröder vom VfL Wanfried.

„Ich weiß auch nur das, was in den Zeitungen steht. Der Informationsfluss seitens des Handballverbandes an uns Vereine ist nicht gerade groß“, gesteht Julian Triller vom ETSV. Und er fügt hinzu: „Ich kann es irgendwo verstehen, was sollen sie auch sagen. Die Situation liegt ja nicht nur in ihrer Hand. Aber die Situation macht die Planung sehr schwierig.“

Planung abgeschlossen

Daher laute die aktuelle Devise: Warten. Hinter den Kulissen sei in Eschwege alles bereit, die Konstellation im Management und bei den Trainern bleibe gleich. „Auch der Kader steht, es ist alles geblieben wie im Vorjahr. Damit sind wir sehr zufrieden.“

Wie alle anderen Sportler und Funktionäre aus dem Kreis, mit denen man aktuell spricht, brennt auch der ETSV-Coach darauf, dass es weitergeht. „Die Jungs sind fit, da mache ich mir keine Sorgen. Wir brennen jetzt alle darauf, dass es weitergeht. Aber ich möchte hier niemandem Vorwürfe machen, es gibt wichtigere Dinge als den Amateursport“, fügt er hinzu.

Ein Problem sieht er für die kommende Spielzeit aber trotzdem: die Wahl der Spielstätte. Der übliche Heimspielort des ETSV, die Hallen des Oberstufengymnasiums in Eschwege, sind durch das dort eingerichtete Impfzentrum belegt. „Und wenn wir ehrlich sind, dieses wird wohl noch einige Monate bestehen bleiben“, sagt Triller.

Dessen ist sich auch sein Trainerkollege Christian Löbens sicher. Laut dem ETSV-Trainer müsse sein Verein auf die Heuberghalle in Eschwege ausweichen, was Probleme mit sich bringe. „Wir sind ja nicht der einzige Verein der die Halle benutzen möchte“, erklärt Löbens.

Er befürchtet, dass eine einzige Halle für zahlreiche Vereine zu wenig sein könnte: „Aber das ist ein Kreisproblem, nicht das des Handballverbandes. Und außerdem brauchen wir uns damit noch nicht auseinanderzusetzen, wenn wir sowieso noch nicht wissen, wann wir wieder loslegen dürfen.“

Dürftige Rückmeldung

Apropos Handballverband: Die aktuelle Kommunikationspolitik des HHV sieht auch Löbens kritisch: „Die Rückmeldung aktuell ist sehr schwach – und sie war auch in der vergangenen Spielzeit nicht gut. Da wurde viel auf die Vereine abgewälzt.“

Stefan Schröder, Trainer bei Landesligist VfL Wanfried, weiß ebenfalls nicht mehr als seine Eschweger Kollegen: „Wir haben uns für die neue Saison gemeldet, ansonsten haben wir auch nichts gehört.“ Die Vermutung Schröders: Die neue Saison werde so starten, wie die Spielzeit 2020/21 aufgehört hat. Zur Erinnerung: Diese wurde nach einem Spieltag abgebrochen.

„Der Verband hatte im vergangenen Jahr kein glückliches Händchen bewiesen, den Start so weit nach hinten zu schieben. Ansonsten hätten wir mehr Spiele austragen können“, fügt Schröder noch hinzu. Aber er sagt auch: „Die Entscheidungsträger werden ihre Gründe gehabt haben. Jetzt wäre es einfach schön, mal ein Signal zu bekommen.“

Beim VfL steht die „neue, alte“ Mannschaft auch: Alle Spieler aus dem Vorjahr haben zugesagt, Neuzugänge gebe es noch keine. Trotzdem ist er damit zufrieden: „Andere Vereine haben es schwerer und mehr Probleme als wir.“ (Kevin Hildebrand)

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