Sieben Tipps - Erster Teil

Weg mit dem Weihnachtsspeck: Sportwissenschaftlerin Janina Reimuth hilft beim Abnehmen

„Lieber langsam und langfristig, statt zu schnell zu viel zu wollen und den Jo-Jo-Effekt zu riskieren“: Das sagt Sportwissenschaftlerin Janina Reimuth aus Reichensachsen.
+
„Lieber langsam und langfristig, statt zu schnell zu viel zu wollen und den Jo-Jo-Effekt zu riskieren“: Das sagt Sportwissenschaftlerin Janina Reimuth aus Reichensachsen.

Wie werde ich die Pfunde wieder los? Viele Menschen stellen sich diese Frage traditionell im Januar nach dem Jahreswechsel und Weihnachten. Doch wie gelingt das?

Darüber haben wir mit Sportwissenschaftlerin Janina Reimuth aus Reichensachsen gesprochen. Die 25-jährige Expertin gibt im heutigen Artikel allgemeine Tipps zu Gewohnheiten und Zielen. Im nächsten Teil, der in einigen Tagen veröffentlicht wird, dreht sich alles um Ernährung.

1. Ziele formulieren

Jeder Erfolg beginnt mit einem Ziel. Diese allgemein geltende These wird von Janina Reimuth auch als Erstes genannt und gestützt. „Es ist wichtig, klare Ziele zu formulieren und dabei auch ein zeitliches Fenster abzustecken, bis wann das Ziel erreicht werden soll“, sagt sie. „Ganz entscheidend ist aber, dass es sich um realistische Ziele handelt, die auch gut zu erfüllen sind.“ Auf dem Weg zu einem Ziel sei es auch ratsam, sich diesem in mehreren kleinen Schritten zu nähern.

2. Bewegung im Alltag

„Verändern Sie Ihren Alltag!“ Die Sportwissenschaftlerin wird beim zweiten Punkt ganz deutlich, verweist auf die Bedeutung ausreichender Bewegung. Reimuth: „Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt 10 000 Schritte pro Tag. Also: Nehmen Sie anstatt des Aufzugs die Treppe. Erledigen Sie kleine Erledigungen zu Fuß anstatt mit dem Auto. Mehr Bewegung tut nicht nur Ihrem Körper, sondern auch Ihrer Seele gut und kann nachweislich Stress abbauen.“ Sich mehr zu bewegen sei ein gut zu erreichendes und in den Alltag integrierbares Ziel.

3. Am Sport festhalten

Aufgrund der Coronapandemie gibt es nur wenige Möglichkeiten, um Sport zu treiben. Deshalb sei laut Janina Reimuth die Planung besonders wichtig. „Setzen Sie sich trotzdem feste Tage, an denen Sie sich sportlich betätigen. Als fester Bestandteil der ausgewählten Tage wird es für Sie leichter sein, die Einheiten auch wirklich zu absolvieren.“ So, als würde man – wie gewohnt – an bestimmten Tagen zum Training im Sportverein gehen. „Daran sollte man festhalten. Jetzt halt nur allein oder zu zweit.“ Auch beim Sport gilt: mit kleinen Schritten zum Erfolg. „Sporteinsteiger sollten langsam starten, so ist gewährleistet, dass man auch langfristig Spaß am Sport hat. Niemand fängt mit einem Zehn-Kilometer-Lauf an. Sondern zunächst sollte das dann eher eine Kombination aus Gehen und leichtem Joggen sein. Überfordern Sie sich nicht und haben Sie Spaß. Sie tun es für sich und Ihre Gesundheit.“

4. Gemeinsam ans Ziel

Gemeinsam fällt alles leichter. „Auch aktuell ist es möglich, gemeinsam Dinge zu erreichen. Treffen Sie sich zu virtuellen Sporteinheiten oder erarbeiten Sie gemeinsam mit Familienmitgliedern oder Freunden eine Challenge, die Sie alle gemeinsam meistern müssen. Dies kann beispielsweise ein wöchentliches gemeinsames Sportprogramm sein, welches alle zu absolvieren haben.“ Der Vorteil hierbei ist, dass sich gegenseitig motiviert wird. Und wie erfolgreich das laufen kann, das wurde bei der Werra-Rundschau-Aktion „Rund um den Werratalsee“ deutlich (wir berichteten).

6. Geduld

Beim Themenpunkt Geduld vergleicht Reimuth: „Abnehmen ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Es braucht Zeit, man gewinnt nicht von heute auf morgen.“ Abnehmen erfordere viel Geduld, nur so könne man langfristig Erfolge erzielen. „Lieber langsam und langfristig abnehmen, anstatt dieses Ziel zu schnell zu verfolgen und den bekannten Jo-Jo-Effekt zu riskieren.“

7. Erfolge würdigen

In vorigen Punkten dieses Artikels wurde es bereits angedeutet, Janina Reimuth stellt die Bedeutung der kleinen Schritte aber noch mal heraus: „Man sollte sich kleine Ziele setzen und sich dann für das Erreichen belohnen. Egal, wie diese Belohnung aussieht. Das sorgt für Extra-Motivation zum weiteren Durchhalten.“

Zur Person

Janina Reimuth (25) ist studierte Sportwissenschaftlerin und arbeitet in einem Eschweger Fitnessclub. Reimuth lebt in Reichensachsen und ist dem interessierten Leser des Lokalsports vor allem als Handballerin gut bekannt. In der Jugend war sie für den SV Reichensachsen aktiv, ehe sie ins Handballinternat nach Bad Wildungen gewechselt war und dann für den Eschweger TSV und die FSG Waldhessen spielte. Aus zeitlichen Gründe hörte sie mit dem Handballspielen auf, geht nun häufig laufen und mag das Surfen und Bouldern. nic

Von Nico Beck

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare