Zum ersten Mal im Tief: Herleshausen/Eisenach mit drei Niederlagen in Serie

Ungewohnte Situation: Die SG Herleshausen/Eisenach ohne den zuletzt verletzten Zuspieler Andreas Neitzel (liegend) kassierte drei Niederlagen in Folge und steht als amtierender Meister momentan nur auf Rang sieben. Die Kehrtwende soll nun her. Foto: Nico Beck

Herleshausen. Bei der SG Herleshausen/Eisenach läuft es nicht rund. Als amtierender Meister dümpelt das Team in der Volleyball-Thüringenliga momentan im Niemandsland der Tabelle rum. Am Wochenende setzte es ein 0:3 beim Vorletzten Gera, das war die dritte Niederlage in Serie für die Mannschaft. Wir sprachen mit Zuspieler Andreas Neitzel über die Hintergründe.

Andi, zuletzt fielen mit dir, Dietmar Jakuscheit und vor allem Johannes Aßmann drei Leistungsträger aus. Ist das der Grund für die Negativserie?

An dreas Neitzel: Das ist die eine Seite, dass wir mit unserem schmalen Kader damit zu kämpfen haben. Gerade Johannes Aßmann als Turm in der Schlacht ist kaum zu ersetzen. Aber Fakt ist auch: Es stehen immer noch sieben oder acht Leute im Kader, die Volleyball spielen können. Und bei denen läuft es momentan spielerisch nicht so wie sonst.

Wie kann das sein – als amtierender Meister?

Neitzel: Das ist manchmal nicht zu erklären. Die Stimmung ist nach wie vor super bei uns in der Mannschaft, aber es ist sportlich einfach Sand im Getriebe. Mit Fantasie ist’s ein bisschen wie beim FC Bayern: Auch der hat das Fußballspielen nicht verlernt, macht aber große Fehler.

Eine ungewohnte Situation.

Neitzel: Stimmt, seit der Gründung der SG ging es immer nur bergauf mit Aufstieg und dann dem Wahnsinns-Titelgewinn in der vorigen Saison. Jetzt stagnieren wir in der Entwicklung. Es ist nun eine Charakterfrage, wir müssen uns aus dieser ersten etwas schwierigeren Situation selbst herausziehen. Am Samstag bei Weimar (14 Uhr) wollen wir die Kehrtwende einleiten. Ich spiele wieder, was mich sehr freut. Aßmann und Jakuscheit fehlen weiterhin. Aber wir dürfen nicht zu abhängig sein. Trotz Aßmanns unbestrittener Klasse muss es auch mal ohne ihn funktionieren.

Angesichts der momentanen Situation war es wohl die richtige Entscheidung, den Aufstieg in die Regionalliga abzulehnen, oder?

Neitzel: 0:3 hätten wir genauso gut in der Regionalliga verlieren können (lacht). Aber Spaß beiseite: Das ist schon wahr. Wobei wir uns momentan gar nicht mal primär über die Niederlagen oder Platz sieben in der Tabelle ärgern, sondern vielmehr über die schlechte Spielweise. Das muss wieder besser werden – und das wird es auch. Da bin ich optimistisch bei uns.

Spielverlauf: Feldabwehr war bei 0:3 das große Problem

Am vergangenen Wochenende zog die SG Herleshausen/Eisenach beim bis dato sieglosen Geraer Volleyballclub mit 0:3 (22:25/22:25/17:25) den Kürzeren – die dritte Niederlage in Folge. Alle drei Sätze glichen sich in ihrem Verlauf. Phasenweise war das Team ohne Aßmann, Neitzel und Jakuscheit mit dem Gegner gleichauf, dann jedoch auch wieder fünf Punkte hinten, weil kurzzeitig gar nichts zusammenlief. Markante Schwäche war die Feldabwehr. Gera parierte nahezu jeden Angriffsball, der SG gelang das nur in Ausnahmefällen – was den Gegner stark machte. Auch eine Umstellung löste das grundsätzliche Problem nicht. 

• SG mit: Dach, Hofmann, Horlbeck, Krause, Renkwitz, Schlöffel, Schucht.

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