Zwei Absteiger sind obenauf: HNU und Waldkappel führen ihre Ligen souverän an

Es läuft rund: Janik Wittich (oben) und Marcel Weishaar führen mit HNU die Kreisoberliga an. Foto: Florian Künemund

Egal ob die Meisterschaft nun das erklärte Ziel ist oder nicht: Jeder Absteiger hofft insgeheim darauf, in der neuen Saison in seiner Liga oben mitzuspielen. Genau das gelingt Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund (Kreisoberliga) und Waldkappel (A-Klasse) momentan sehr gut.

HNU

Die Südringgauer sind in den vergangenen Jahren zwischen Kreisober- und Gruppenliga gependelt. In der KOL zählt die SG wieder zu den Topteams, steht nach sieben Spielen mit sechs Siegen und einem Unentschieden auf Platz eins – drei Punkte vor den Verfolgern Niederhone, Großalmerode und Sontra. Das Wort Meisterschaft will bei HNU aber niemand hören. „Wir müssen erst mal abwarten, wie sich die Spielzeit weiterentwickelt. Bis auf Großalmerode haben wir noch gegen keine andere Spitzenmannschaft gespielt, hatten also vom Papier her eher ein leichtes Auftaktprogramm“, relativiert SG-Chef Friedhelm Rimbach die Situation.

Ende September und Anfang Oktober stünden mit den drei Auswärtsspielen bei Weidenhausen II, Wanfried und Sontra richtungsweisende Spiele an. „Danach kann man mehr sagen, das wird zunächst richtig schwer“, so Rimbach. Trotzdem freut er sich natürlich, dass es aktuell so gut läuft bei seinen Jungs. „Die Moral stimmt und wir haben ordentliche Spiele gezeigt“, sagt Rimbach. Und aus einer Sache macht er kein Geheimnis: Oben mitspielen – und auch um den Titel – will HNU schon. Bloß sei die Meisterschaft nicht das konkret ausgegebene Ziel. „Relegation können wir uns nicht schon wieder erlauben, weil wir direkt nach Saisonende das 100-jährige Jubiläum der Fußballabteilung nachfeiern. Es muss also Platz eins oder drei sein“, scherzt „Frieder“.

Waldkappel

Fünf Spiele, fünf Siege, 23:3 Tore – die Bilanz des TSV Waldkappel in der Kreisliga A spricht für sich. „Wir gehören von der Spielstärke her in die Kreisoberliga und da wollen wir auch wieder hin“, gibt sich TSV-Sprecher Henrik Stöber optimistisch. Er führt als Grund für die gute Lage insbesondere die Trainingsbeteiligung zwischen 20 und 25 Mann an. „Alle ziehen voll mit – auch von der Zweiten, die gerade mal erst eine Partie in der B-Liga verloren hat.“

Doch nicht nur im Training ist Waldkappel voll da, sondern ebenso, wenn es ernst wird. Gegen Eschenstruth entschied der TSV gegen den Vorjahres-Vizemeister bereits ein Spitzenspiel nach 0:1-Pausenrückstand noch mit 2:1 für sich. „Die Einstellung passt, wir glauben an uns und wollen Meister werden“, sagt Henrik Stöber.

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