Montag ab 4 Uhr gegen Argentinien

Melsunger Handball-Nationalspieler schildern Eindrücke aus Tokio - Nur die Niederlage gegen Spanien stört

Zwei Tore: Melsungens Julius Kühn.
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Zwei Tore: Melsungens Julius Kühn.

Die deutschen Handballer sind ins olympische Turnier gestartet. Nationalspieler der MT Melsunger schildern ihre Eindrücke.

Kassel - Die ersten Olympia-Eindrücke? „Mega“, sagt Julius Kühn vom Handball-Bundesligisten MT Melsungen. „Es gelten zwar überall strenge Hygieneregeln, aber wir haben doch mehr Freiheiten als zuerst gedacht.“ Ein herber Stimmungsdämpfer war in Tokio jedoch die 27:28-Auftaktniederlage gegen Spanien – insbesondere wegen einiger umstrittener Schiedsrichter-Entscheidungen.

„Wir haben ein gutes Spiel gemacht, sind leider nicht belohnt worden. Vielleicht haben wir aber auch einfach den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht“, erklärte Kühn selbstkritisch. Zwei Tore erzielte der Halblinke gegen die Iberer. Immerhin einmal mehr traf sein MT-Teamkollege Timo Kastening.

„Das Spiel hat Spaß gemacht. Das war hohes Niveau. Am Ende stand es Spitz auf Knopf“, bilanzierte Kastening nach dem ersten Olympia-Einsatz in seiner Karriere. „Schön, dass es jetzt richtig losgegangen ist.“

Trotz der knappen Niederlage hatte der 26-Jährige nach der Schlusssirene einen besonderen Moment. Kastening, der seit geraumer Zeit Spanisch lernt, tauschte sich mit Torwart Gonzalo Perez de Vargas aus: „Nach Spielen sprechen wir schon einmal miteinander, weil wir uns sehr respektieren.“

Insgesamt sechs Melsunger sind dabei: neben Kühn und Kastening noch Kai Häfner, Finn Lemke, Tobias Reichmann und Silvio Heinevetter. In der Nacht zum Montag spielt das DHB-Team (4 Uhr/ZDF, Eurosport) gegen Argentinien. Vielleicht wird’s dann auch auf dem Feld mega. (Björn Mahr)

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