Nationalspieler arbeitet zurzeit am Comeback

MT Melsungen baut auf Julius Kühn: Vertrag bis 2024 verlängert

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Arbeitet fleißig an seinem Comeback: Julius Kühn (hier beim MT-Partner BLU in Guxhagen).

Erst Finn Lemke, dann Lasse Mikkelsen und nun Julius Kühn. Handball-Bundesligist MT Melsungen hat den nächsten Leistungsträger langfristig an sich gebunden.

Aktualisiert um 17.29 Uhr - Rückraumschütze Kühn wurde als erster Profi aus dem aktuellen MT-Kader bereits mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2024 ausgestattet – das heißt: Er bleibt vier weitere Jahre bei den Melsungern. Sein jetziges Arbeitspapier galt bis zum Sommer 2020.

„Wir mussten Überzeugungsarbeit leisten. Aber Julius glaubt an unseren Weg, und das macht uns stolz“, erklärt Trainer Heiko Grimm. Kühn war im Sommer 2017 vom VfL Gummersbach zur MT Melsungen gewechselt. Zurzeit arbeitet der wurfgewaltige Rechtshänder an seinem Comeback und verbringt viel Zeit mit Krafttraining beim MT-Partner BLU in Guxhagen. „Julius ist ein sehr wichtiger Baustein in unserem Mannschaftsgefüge im Hinblick auf die nächsten Jahre. Er gehört in der Nationalmannschaft wie auch bei uns zu den absoluten Leitfiguren“, sagt Melsungens Manager Axel Geerken. 

Im Herbst hatte Kühn bei einem EM-Qualifikationsspiel im Kosovo einen Kreuzbandriss erlitten. Mittlerweile absolvierte er diverse Reha-Maßnahmen, teilweise im bayerischen Donaustauf, teilweise in den USA. Voraussichtlich erst in der nächsten Saison wird er wieder auflaufen und seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellen können.

„Die Vertragsverlängerung ist ein Super-Zeichen von der MT, ich habe mit Melsungen noch viel vor“, betont Kühn. Er möchte unbedingt mit dem nordhessischen Klub ins internationale Geschäft. „Und man sieht ja: Es tut sich aktuell einiges bei der MT“, ergänzt der 26-Jährige mit Blick auf die jüngsten Verpflichtungen der prominenten Nationalmannschaftskollegen Kai Häfner und Silvio Heinevetter. Aktuell belegen die Nordhessen den fünften Rang – der bedeutet wahrscheinlich einen Platz im Europacup. „Die Spieler, die jetzt zur MT kommen, werden sich nicht mit einem fünften Platz zufriedengeben“, stellt der gebürtige Duisburger klar.

Kühn und Häfner: Spezielle Verbindung dank DHB-Auswahl

Speziell zu Häfner, der spätestens im Sommer 2020 aus Hannover an die Fulda wechseln wird, pflegt der Halblinke eine besondere Beziehung. „Uns verbindet inzwischen einiges“, erklärt der 1,96 Meter große und 110 Kilogramm schwere Kühn. Dabei kommt er unweigerlich auf die Ereignisse im Januar 2016 zu sprechen. Seinerzeit wurden die beiden Rückraumschützen vom damaligen Bundestrainer Dagur Sigurdsson nachnominiert, trafen sich erst in Breslau am Flughafen und feierten wenige Tage später zusammen mit den Kollegen aus der DHB-Auswahl den EM-Triumph. Im selben Jahr freuften sich die Rückraumkräfte auch noch über Olympia-Bronze in Rio.

„Ich hatte schon eine sehr schöne erste Saison in Melsungen“, stellt Kühn fest. Klar, er wäre fast Torschützenkönig geworden. Mit 224 Treffern in 33 Spielen musste er nur dem ehemaligen Hannoveraner Casper Mortensen (230) den Vortritt lassen. „Für mich ist Julius ein Weltklassespieler. An einem guten Tag kann er den Unterschied ausmachen“, unterstreicht Coach Heiko Grimm die Qualität des Angreifers. Zumal Kühn nicht nur selbst erfolgreich abschließen kann, sondern immer auch einen klugen Pass zum Kreisläufer oder zum Linksaußen einstreuen kann. 

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Quelle: HNA

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