Handball-Bundesliga

Bittere Pleite: MT Melsungen verliert gegen Bergischer HC mit 24:25

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In Aktion: Yves Kunkel von der MT Melsungen gegen BHC-Torhüter Christopher Rudeck.

Die MT Melsungen hat am Samstag das Auswärtsspiel beim Aufsteiger Bergischer HC mit 24:25 (14:14) knapp verloren.

Zum ersten Mal in der Bundesliga-Geschichte haben die Handballer der MT Melsungen ein Spiel gegen der Bergischen HC verloren – und das völlig unnötig. 25:24 (14:14) hieß es nach 60 Minuten für die Gastgeber. Dabei lagen die Gäste noch kurz zuvor mit 24:23 vorn. Damit nimmt der Kampf um den fünften Tabellenplatz an Spannung gehörig zu.

Erstmals seit Monaten war der Kader der MT nahezu komplett. Lediglich Julius Kühn nahm hinter der Ersatzbank Platz. Der verletzte Torjäger wurde aber als moralische Unterstützung gebraucht – zudem begrüßte er 72 Mitglieder der HSG Baunatal, die ihre Vereinsfahrt nach Wuppertal machten und den Klub aus Nordhessen anfeuerten.

Die Melsunger legten so los, als hätte es die dreiwöchige Wettkampfpause gar nicht gegeben. 4:1 führten die Nordhessen in der sechsten Minute nach Treffern von Michael Müller, Philipp Müller, Felix Danner und Yves Kunkel. Dabei präsentierten sich die Gäste in allen Mannschaftsteilen schwungvoll. Im Tor führte sich Johan Sjöstrand mit einigen Paraden gut ein.

Doch die Hausherren wollten der MT nicht so leicht das Feld überlassen und kämpften sich in die Partie (7:8/16.). Es zeichnete sich ab, dass das Spiel für die Melsunger nicht nur kämpferisch, sondern auch mental eine große Herausforderung werden würde. Zumal die Heimmannschaft wie gewohnt ein hohes Tempo ging. In der 24. Minute war der Spielstand in einer intensiven Begegnung erstmals ausgeglichen: 11:11. Wenig später lagen die Bergischen Löwen erstmals vorn – der starke Fabian Gutbrod traf zum 13:12. Das Remis zur Pause war leistungsgerecht.

Aus Überzahl kein Kapital geschlagen

Melsungen war zu Beginn des zweiten Durchgangs wiederholt in Überzahl, schlug aber zu wenig Kapital daraus. Pech für den BHC, dass der Halblinke Daniel Fontaine (Verdacht auf Achillessehnenriss) in der 34. Minute ohne Einwirkung eines Gegenspielers wegrutschte und verletzt auf einer Trage vom Feld gebracht werden musste. Die Gastgeber verteidigten nun noch leidenschaftlicher. Jetzt galt es aus MT-Sicht, im Wuppertaler Hexenkessel kühlen Kopf zu bewahren. Spielmacher Lasse Mikkelsen war eiskalt: Per Siebenmeter besorgte er das 19:18 der Melsunger (41.).

Die MT hätte in dieser Phase ein paar Paraden gebraucht, aber auch der für Sjöstrand eingewechselte Nebojsa Simic bekam kaum eine Hand an den Ball. Melsungens Coach Heiko Grimm erkannte die Probleme und nahm 13 Minuten vor Schluss eine Auszeit. Allerdings tat sich der Tabellenfünfte weiter schwer. Immerhin parierte Simic glänzend gegen Arnor Thor Gunnarsson (49.), und auch den Strafwurf des Ex-Melsungers Jeffrey Boomhouwer entschärfte er (53.). So warf Roman Sidorowicz das 24:23 (53.) – und das in Unterzahl, weil der ansonsten gut aufgelegte Kunkel kurz zuvor nach einer vermeintlich harmlosen Aktion die Rote Karte gesehen hatte.

Es entwickelte sich ein echter Handball-Krimi, in dem sich die Nordhessen nicht für ihren Aufwand belohnten. Den letzten Wurf von Mikkelsen lenkte Christopher Rudeck an den Pfosten.

Service: Das ist der Spielplan der MT Melsungen für die Saison 2018/2019

Das ist der aktuelle Stand in der Handball-Bundesliga

Quelle: HNA

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