Melsunger Handballer am Karsamstag in Wuppertal

MT Melsungen bei den Bergischen Löwen: Ein Spiel mit einigen Fragezeichen

+
Musste krankheitsbedingt eine lange Pause einlegen: Melsungens Kapitän und Abwehrhüne Finn Lemke (hier beim Krafttraining in dieser Woche).

Im Wörterbuch werden Begriffe wie Ungewissheit und Zweifel als Synonyme für Fragezeichen aufgeführt. Das passt zum nächsten Auftritt der MT Melsungen beim Bergischen HC.

Vor der Reise des Handball-Bundesligisten zum Spiel am Samstagabend (20.30 Uhr, Uni-Halle Wuppertal) beim Bergischen HC gibt es mehrere Fragezeichen.

Fragezeichen 1: Form. Drei Wochen ruhte der Spielbetrieb in der Liga. „Es fühlt sich wie ein Neustart nach der Winterpause an“, stellt Manager Axel Geerken fest. Nur einen Test absolvierte die MT während dieser Zeit – und dieser ging bei der HSG Wetzlar deutlich mit 21:31 verloren. „Ein Schuss vor den Bug“, sagt Coach Heiko Grimm. In welcher Verfassung sich die Nordhessen im Bergischen Land präsentieren werden – schwer vorauszusagen. „Ein vernünftiges Training war über weite Strecken kaum möglich“, betont Routinier Michael Müller. Wegen Länderspieleinsätzen und verletzungbedingter Ausfälle war der Kader extrem ausgedünnt.

Fragezeichen 2: Personal. Mit den Spielern, die Grimm nicht zur Verfügung standen, ließe sich problemlos eine eigene Bundesliga-Mannschaft aufstellen. Nebojsa Simic, Roman Sidorowicz und Dimitri Ignatow waren mit Nationalteams unterwegs. Die Rekonvaleszenten Tobias Reichmann, Michael Müller, Marino Maric, Domagoj Pavlovic, Julius Kühn sowie Finn Lemke (erkrankt) fielen aus gesundheitlichen Gründen aus.

Vor allem Lemke bereitete den Verantwortlichen Sorgen: 18 Tage kein Training. „Das war so nicht absehbar“, erklärt Lemke. Er hatte noch die Partie gegen Stuttgart (24:26) bestritten, musste dann aber wegen einer heftigen Bronchitis passen. vor seinem Wiedereinstíeg diese Woche ließ sich Lemke vom Kasseler Kardiologen Dr. Karl-Friedrich Appel vorsorglich durchchecken. Danach steht fest: Alles in Ordnung. Nach Wuppertal wird die MT mit 17 Spielern reisen – wobei nur Kühn sicher fehlen wird. „Meine Mannschaft ist sehr fokussiert und macht einen sehr guten Eindruck“, erklärt Grimm. Nur: Einige Akteure sind erst bei 75, 80 Prozent.

Fragezeichen 3: Gegner. Der BHC ist zwar ein Aufsteiger, tritt aber als gestandener Erstligist auf – und belohnt sich mit einem Platz im vorderen Tabellenmittelfeld. Die Bergischen Löwen können sogar noch auf den fünften Rang schielen – diesen vermeintlichen Europapokalplatz belegt zurzeit die MT.

„Der BHC spielt eine sehr gute Saison“, warnt Michi Müller. Und Lemke ergänzt: „Der Gegner zeichnet sich durch ein hohes Tempo aus, und die Auslösehandlungen im Angriff sind auf den Punkt gespielt.“ Aus dem Rückraum ist der schwedische Spielmacher Linus Arnesson zu erwähnen. Im Tor ergänzen sich Bastian Rutschmann und Jung-Nationaltorwart Christopher Rudeck hervorragend.

Fragezeichen 4: Serie. Elf Duelle gab es bislang zwischen MT und BHC – und die MT entschied alle Partien zu ihren Gunsten. Vor dem zwölften Aufeinandertreffen sagt Müller: „Ein wichtiges Spiel. Wir wollen den fünften Platz festgen.“ Trotz einiger Fragezeichen, versteht sich.

Service: Das ist der Spielplan der MT Melsungen für die Saison 2018/2019

Das ist der aktuelle Stand in der Handball-Bundesliga

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare