Vierkampf um fünften Platz

MT Melsungen ist mittendrin im Kampf um EHF-Cup

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Erst mal einen Schluck Wasser: Trainer Heiko Grimm spielt mit der MT am Donnerstag in Flensburg. 

Vier Teams der Handball-Bundesliga kämpfen im Endspurt der Saison um den fünften Tabellenplatz. Der berechtigt zur Teilnahme am EHF-Cup. Mittendrin ist die MT Melsungen.

Langweilig wird es im Endspurt der Handball-Bundesliga sicher nicht – vor allem im oberen Tabellendrittel. Das Rennen um den Titel hat nach dem Sieg der Kieler im Nordderby gegen Flensburg mächtig Würze bekommen. Zudem spitzt sich der Kampf um den wichtigen fünften Tabellenplatz zu. Mittendrin steckt die MT Melsungen. Durch die 23:26-Niederlage der Nordhessen am Sonntag gegen die Rhein-Neckar Löwen trennen die Teams zwischen den Rängen fünf und acht nur noch zwei Zähler.

Dabei hat es die MT gegen die Mannheimer versäumt, zwei Bonuspunkte zu holen. „Wir haben es in den entscheidenden Situationen nicht geschafft, die Halle mitzunehmen. Das müssen wir jetzt abhaken und uns für die kommenden Aufgaben wieder auf unsere Stärken besinnen“, erklärte Melsungens Trainer Heiko Grimm. Und die nächste Aufgabe hat es in sich: Am Donnerstag ab 19 Uhr muss die MT beim Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt antreten.

Die Situation

Die Melsunger haben die Qualifikation für den Europapokal immer noch in eigener Hand. Nach Minuspunkten liegen sie vier Spieltage vor Schluss vor Berlin, dem Bergischen HC und Göppingen.

Die Aussichten

Das Restprogramm für die MT ist alles andere als leicht – nicht zuletzt, weil es direkt zum amtierenden Meister geht. „Das ist eine noch schwierigere Aufgabe“, erklärte MT-Manager Axel Geerken nach der Heimniederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen, „aber warum sollte uns dort nicht etwas gelingen?“

Die Ansprüche

Melsungen, Berlin und Göppingen haben das Ziel, ins internationale Geschäft zu kommen. Der Bergische HC hingegen kann als Aufsteiger die weiteren Partien etwas entspannter angehen. Auf dem Klub aus Wuppertal und Solingen lastet nicht so viel Druck. Von daher wäre es keine Überraschung, wenn die Bergischen zum lachenden Vierten werden – oder besser: zum lachenden Fünften.

Die Hoffnung

Nach derzeitigem Stand reicht der fünfte Platz für den EHF-Pokal. Vermutet wird aber, dass auch der sechste Rang den Weg ins internationale Geschäft ermöglicht. Sofern das Team, das diese Position belegt, eine Wildcard beantragen sollte.

Die Meisterschaft

Ist doch noch nicht entschieden – obwohl es lange Zeit danach aussah, als seien die Flensburger auf dem Weg zur Titelverteidigung nicht zu stoppen. Und womöglich spielt die MT erneut eine Rolle im Meisterrennen. Wir erinnern uns: Vor fast genau einem Jahr reisten die Nordhessen zum Meister nach Mannheim, bezwangen die Rhein-Neckar Löwen und trugen so einen Teil dazu bei, dass Flensburg triumphierte. Und nun? Geht es erneut zum Meister, diesmal nach Flensburg, und womöglich gibt es Schützenhilfe für den THW, der nur noch zwei Minuspunkte hinter dem Erzrivalen liegt. Wie gesagt: Langeweile sieht anders aus.

Quelle: HNA

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