Melsunger unterliegen Leipzig 25:28

MT verliert letzten Test - Sorgen um Häfner

Bester Melsunger: Julius Kühn springt ab und kommt gegen Leipzigs Alen Milosevic zum Wurf.
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Bester Melsunger: Julius Kühn (mit Ball) kommt hier gegen Leipzigs Alen Milosevic zum Wurf.

So haben sich die Handballer der MT Melsungen den letzten Test gegen den Bundesliga-Rivalen SC DHfK Leipzig nicht vorgestellt. Trotz guten Beginns verlor das Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson 25:28 (14:15).

Die MT trat in unveränderter Besetzung an – also ohne den verletzten Michael Allendorf. Seit gestern ist Fin Backs endgültig keine Option mehr – der 22-Jährige schloss sich dem Nord-West-Drittligisten Vinnhorst an.

Gegen die Sachsen begann Yves Kunkel auf der linken Außenbahn, und der Ex-Leipziger erzielte nach Julius Kühns 1:0 mit dem ersten Tempogegenstoß das 2:0 (3.). Es passte zum schnellen Spiel der Gastgeber, dass Finn Lemke einen Konter zum 3:1 nutzte und Domagoj Pavlovic nach dynamischem Antritt auf 7:4 stellte (13.).

Melsungen war zehn Tage vor dem ersten Punktspiel am 4. Oktober bei HBW Balingen-Weilstetten darum bemüht, ein weiteres Ausrufezeichen zu setzen. Den Treffern von Domagoj Pavlovic und Tobias Reichmann zum 9:5 gingen sehenswerte Spielzüge voraus.

Einziges Problem: Ab der 20. Minute leisteten sich die Hausherren im Geisterspiel einige Schwächen. So glich der Gast zunächst aus (10:10) und ging dann sogar in Führung (27., 13:11). Besonders bitter für die MT: das verletzungsbedingte Ausscheiden von Kai Häfner. Bei einem Konter zog sich der Nationalspieler eine Oberschenkelblessur zu. Nur weil Kühn weiterhin in unnachahmlicher Manier Tor um Tor warf, betrug der Rückstand der MT zur Pause nur 14:15.

Dennoch war schon absehbar, dass es schwer werden würde mit dem fünften Melsunger Testspielsieg in Folge. Umso mehr, weil die Abwehr enttäuschte und von den Torhütern an diesem Abend so gut wie keine Unterstützung kam. Für Häfner übernahm vorübergehend Stefan Salger im rechten Rückraum.

Zwar geriet die MT zwischenzeitlich mit 20:23 in Rückstand, sie besann sich aber auf ihre kämpferischen Tugenden. Lasse Mikkelsen und Timo Kastening (2) schafften den Gleichstand (23:23). Doch die Gäste behielten die Übersicht und setzten sich verdient durch. Melsungen hat jetzt zehn Tage Zeit, um dieses Negativerlebnis zu verdauen.

Melsungen: Simic, Heinevetter - Maric 1, Kühn 8, Lemke 2, Reichmann 1, Kunkel 4, Mikkelsen 1, Danner, Arnarsson, Pregler, Häfner, Salger 1, Kastening 4, Pavlovic 3, Beekmann.

(Von Björn Mahr)

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