Parrondo wird wohl neuer Trainer

Spiel eins nach Gudmundur Gudmundsson: MT Melsungen setzt auf Kampfgeist

Verantwortlich: Arjan Haenen.
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Verantwortlich: Arjan Haenen.

Spiel eins nach der Entlassung von Trainer Gudmundur Gudmundsson: Handball-Bundesligist MT Melsungen bekommt es am Sonntag ab 16 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle mit Aufsteiger TuS N-Lübbecke zu tun. In der Trainerfrage ist wohl eine Entscheidung gefallen.

Kassel – Spiel eins nach der Entlassung von Trainer Gudmundur Gudmundsson: Handball-Bundesligist MT Melsungen bekommt es am Sonntag ab 16 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle mit Aufsteiger TuS N-Lübbecke zu tun.

Einen neuen Coach stellten die Melsunger bislang noch nicht vor. Am Donnerstagabend haben sich aber nach Informationen dieser Zeitung die Pläne konkretisiert – und demnach wird ein Spanier der nächste Trainer der Nordhessen: der seit 2019 für das ägyptische Nationalteam verantwortliche Roberto Parrondo. Sogar am Rande des Topspiels am Donnerstagabend in Ägyptens Liga zwischen Al Ahly und Zamalek war Parrondos Einstieg bei der MT Thema.

Gegen Lübbecke am Sonntag dürfte aber noch Co-Trainer Arjan Haenen das Sagen auf der MT-Bank haben. Das Abschlusstraining absolvieren die Melsunger wie gewohnt am Samstag in der Rothenbach-Halle. Also dort, wo sie am Sonntag den ersten doppelten Punktgewinn feiern wollen: „Wir brauchen endlich mal einen souveränen Sieg“, betont Kreisläufer Marino Maric. „Aber wir müssen uns vor allem die Unterstützung durch die Fans erst mal wieder verdienen.“

Das erwarten Spielerkollegen und MT-Verantwortliche für den Auftritt am Sonntag:

Setzt auf taktisches Repertoire: Timo Kastening.

Arjan „Ari“ Haenen (Co-Trainer): „Nach einer Woche mit einer Trainerentlassung ist nicht gleich wieder alles gut. Die Jungs sind aber mit mehr Spaß bei der Sache und gut drauf. Ich orientiere mich gern an Fußball-Trainern wie Jürgen Klopp und Steffen Baumgart. Die sprechen auch Fehler an, spornen ihre Spieler zugleich aber an, dass diese es beim nächsten Mal besser machen. Ich vertraue zu hundert Prozent der Mannschaft, ich spüre aber auch das volle Vertrauen des Teams. Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen. Lübbecke kommt mit viel Spielwitz und Kampf.“

Timo Kastening (Rechtsaußen): „In drei, vier Einheiten kannst du nicht viel ändern. Wir können allerdings auf ein größeres taktisches Repertoire zurückgreifen. Ari zeigt sich sehr engagiert. Jetzt ist es unsere Pflicht, den Hintern hochzubekommen und auf dem Feld alles zu geben. Wir werden über den Kampf zum Spiel finden müssen. In der Liga gibt es keinen Gegner, den du im Vorbeigehen bezwingst. Ich finde es gut, dass sich der Verein für die Trainersuche die nötige Zeit nimmt. Wir brauchen einen Mann, der für eine kurz-, mittel- und langfristige Entwicklung steht.“

Erhofft sich vollen Fokus: Axel Geerken.

Axel Geerken (Manager): „Wir haben uns für diese Saison auf die Fahne geschrieben, dass wir uns in jedem Training, in jedem Spiel als Einheit präsentieren. Das ist uns aber gegen Berlin nicht gelungen. Ich erwarte am Sonntag eine konzentrierte und fokussierte Leistung. Ein Ziel muss es sein, enttäuschte Zuschauer zurückzugewinnen. Ich habe mit Ari Haenen auch über die Trainingsinhalte gesprochen. Ich weiß allerdings, dass er die Aufgabe auch mit Unterstützung unseres Athletikcoaches Florian Sölter gut erledigt und die Mannschaft hervorragend vorbereitet.“

Fordert Kampf und Wille: Kai Häfner.

Kai Häfner (Kapitän und Rückraumstratege): „Nach einer solch’ turbulenten Woche brauchst du nur eins: einen Sieg. Bei uns ist nun jeder Einzelne gefordert, sich einzubringen. Es geht nur über Kampf und Wille. Duelle gegen Aufsteiger haben uns in der Vergangenheit einige Probleme bereitet. Wir haben die ganze Woche im Training richtig Gas gegeben. Es hat aber auch mal gutgetan, dass uns Heine (Silvio Heinevetter, Anm. d. Red.) nach seinem erfolgreichen TV-Auftritt bei Schlag den Star eine leckere Brotzeit nach einem Training serviert hat und wir uns etwas austauschen konnten.“ 

Lange Erfahrung: Alexander Petersson.

Alexander Petersson (Rückraumspieler): „Es tut mir natürlich leid für Gudmi Gudmundsson – er hatte mich ja zur MT geholt. Es war ein Schock für die Mannschaft, dass es so schnell ging. Aber wir sind Profis. Die gesamte Mannschaft muss nun am Sonntag eine Reaktion zeigen. Ich hoffe, dass wir gegen Lübbecke den ganzen Verein vernünftig repräsentieren. Bei uns ist jeder gefragt. Mit meiner langen Erfahrung kann ich sicher den einen oder anderen Tipp geben. Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren und müssen als Mannschaft zusammenhalten.“ (Björn Mahr)

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