Fünf Fakten

Die Lage bei der MT Melsungen: Noch zwei Wochen zum Verfeinern

Handball Bundesliga MT Melsungen Mittelmann Lasse Mikkelsen aus Dänemark.
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Mittelmann der MT Melsungen: Lasse Mikkelsen.

Die Vorbereitungsspiele sind absolviert, was bleibt der MT Melsungen jetzt noch bis zum Bundesliga-Start? Fünf Fakten.

Kassel - Knapp zwei Wochen sind es noch bis zum ersten Punktspiel der MT Melsungen in der Handball-Bundesliga. Am Sonntag, 4. Oktober, gastieren die Nordhessen ab 16 Uhr bei HBW Balingen-Weilstetten. Spielmacher Lasse Mikkelsen hegt insbesondere eine Hoffnung: ein guter Start. „Seit ich nach Melsungen kam, haben wir jedes Mal das Auftaktspiel verloren und hatten sofort viel Druck“, sagt der Däne.

Vielleicht ist es ein gutes Omen, dass die letzten 14 Tage vor dem Rundenbeginn etwas anders verlaufen werden als in den vergangenen Jahren. Da nämlich sämtliche Erst- und Zweitligisten bereits ihre Testspieltermine für diesen Zeitraum festgezurrt hatten, muss die MT jetzt ohne weitere Formüberprüfung auskommen. Und aus dem Europacup ist das Team bereits ausgeschieden. Damit verpasst die Mannschaft die Zweitrundenduelle, die für die beiden kommenden Wochenenden angesetzt sind.

Fünf Fakten zur aktuellen Lage bei der MT:

1. Die wettkampffreien Tage tun der Vorfreude auf den Start keinen Abbruch. „Wir hatten jetzt sechs Monate kein Punktspiel. Da ist es doch klar, dass sich bei uns alle auf den Start freuen“, sagt Mikkelsen. Nur zwei Tage nach der Partie gegen Balingen bestreiten die Nordhessen am Dienstag, 6. Oktober, ab 19 Uhr gegen den TBV Lemgo Lippe ihr erstes Saison-Heimspiel.

Im rechten Rückraum der MT: Kai Häfner.

2. Die Melsunger Mannschaft macht aus der Not eine Tugend. „Diese Zeit ist ein Vorteil, wir können konzentriert und gezielt trainieren“, sagt Coach Gudmundur Gudmundsson. „Für das weitere Einspielen, für das Gewinnen von Sicherheit und Routine ist das gut“, bestätigt Rechtsaußen Tobias Reichmann. Auch wenn zwei Wochen „Pause“ vor dem ersten Punktspiel „ungewohnt sind und lang“.

3. Es gibt nach wie vor noch viel Arbeit für die Melsunger. Zwar entschieden die Nordhessen mit dem 29:27 am Samstag gegen den TVB Stuttgart auch den vierten Test in Folge für sich. Die Mannschaft ist aber immer noch damit beschäftigt, sich an die neue Spielweise zu gewöhnen. „Das System wurde gefühlt einmal auf links gedreht“, erläutert Linkshänder Kai Häfner. So suchen die Melsunger im Angriff nun verstärkt die 1:1-Situation. Und in der Abwehr verteidigen die Nordhessen jetzt mannbetonter. „Das ist viel kraftaufwändiger“, sagt Häfner. Nun gibt es zwei Wochen zum Verfeinern.

4. Die Bilanz der Vorbereitungsspiele fällt durchwachsen aus. Fünf von sechs Tests gewannen die Melsunger. Lediglich der HSG Wetzlar musste sich die MT in eigener Halle 25:30 geschlagen geben. Bei der HSG wiederum gab es einen 32:22-Kantersieg. „Man muss aber auch die beiden Partien in der Europacup-Qualifikation dazu nehmen, und die Niederlagen haben weh getan“, betont Häfner. Gegen Stuttgart sah es über weite Strecken recht gut aus. „Es geht in die richtige Ríchtung“, erklärt Häfner. Auch Reichmann ist guten Mutes: „Wir sind viel wacher und bereiter zu Beginn der Spiele und der zweiten Halbzeit als früher. Wir haben uns in der Abwehr gesteigert. Es fehlt nicht mehr viel, um über 60 Minuten konstant gut zu spielen.“

5.  Die MT plant noch einen internen Test. Dafür sollen aus den drei ranghöchsten Melsunger Teams (Profis, Oberliga, A-Jugend) zwei gleichwertige Mannschaften gebildet werden. Diese Woche begann für den Bundesligisten entspannt. Nach einem freien Sonntag stand auch gestern keine Einheit auf dem Plan. „Wir haben gut trainiert“, sagt Mikkelsen, „das war mal ganz gut für die Beine.“ (Björn Mahr und Gerald Schaumburg)

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