1. Spieltag

Bundesliga: Das war der Samstag, das kommt am Sonntag

In Dortmund sahen 9300 Zuschauer den 3:0-Sieg des BVB gegen Borussia Mönchengladbach. Foto: Bernd Thissen/dpa
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In Dortmund sahen 9300 Zuschauer den 3:0-Sieg des BVB gegen Borussia Mönchengladbach. Foto: Bernd Thissen/dpa

Fans, Aufsteiger und Torjäger: Die Bundesliga ist gut aus der Sommerpause gekommen. Aber wer kann die Bayern stoppen? Borussia Dortmund fängt zumindest gut an, RB Leipzig muss sich heute beweisen.

Berlin (dpa) - Die Fans sind zurück in den Stadien. Zumindest teilweise. Mehrere Tausend bejubelten die Tore ihrer Clubs. In Dortmund beflügelten 9300 Zuschauer den Vizemeister, der am Tag nach dem 8:0-Kantersieg des FC Bayern gegen den FC Schalke 04 auch einen eindrucksvollen Start hinlegte.

FANS: Rund 8400 in Bremen, 7123 in Stuttgart, 6500 in Frankfurt, rund 5000 im Stadion An der Alten Försterei von Union - und sogar 9300 in Dortmund. Am Samstag herrschte wieder Bundesliga-Stimmung in den Arenen, die Fans machten ordentlich Dampf. Die Dortmunder Südtribüne, sonst mit der berühmten "Gelben Wand" ein Meer von knapp 25.000 Menschen auf Stehplätzen, bot mit Sitzschalen zwar ein ungewohntes Bild. Das Pfeifkonzert für die Gäste, die wie überall keine Fans mitbringen durften, klang aber schon wieder fast wie Normalität. In Bremen sagte Trainer Florian Kohfeldt vor dem Anpfiff: "Es ist wunderschön, es fühlt sich wieder nach richtigem Fußball an." Werder verlor trotzdem mit 1:4 gegen Hertha BSC.

BAYERN-JÄGER: Vielleicht nicht acht Tore, dafür aber drei im Topspiel. Auch Borussia Dortmund ist frühzeitig in Form. Bezeichnend: Beim 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach, auch ein durchaus ambitionierter Club, waren der 17 Jahre alte Giovanni Reyna sowie der drei Jahre ältere Erling Haaland sogar gleich doppelt erfolgreich. "Es macht so viel Spaß mit den Jungs in meinem Alter zu spielen", sagte Reyna. Mats Hummels, mit 31 Jahren im Vergleich einer der Alten, meinte: "Wir wissen, dass wir mit der Qualität vorne ganz oft unsere Chancen kriegen." Es sei aber "nur ein Spieltag, mehr ist das nicht".

AUFSTEIGER: Das war nicht so schlecht, was der VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld abgeliefert haben. Die Ostwestfalen holten beim 1:1 bei Eintracht Frankfurt einen Punkt. Der VfB zeigte beim 2:3 gegen den SC Freiburg in der zweiten Halbzeit große Moral, auch wenn es am Ende nicht reichte. "Es tut immer weh, zu verlieren", sagte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo: "Aber es stimmt mich positiv, dass wir viele Torchancen herausspielen konnten." Die Arminia war der Bundesliga 4137 Tage ferngeblieben, Trainer Uwe Neuhaus war auf Anhieb zufrieden: "Das Ergebnis ist unterm Strich gerecht."

TORJÄGER: Andrej Kramaric zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten. Der Kroate sicherte der TSG Hoffenheim mit drei Toren so gut wie im Alleingang den 3:2-Erfolg beim 1. FC Köln - gleichzeitig das erfolgreiche Bundesliga-Debüt des neuen TSG-Trainers Sebastian Hoeneß. Zufrieden war Kramaric angesichts der Defensivschwäche dennoch nicht. "Wir müssen besser spielen und trainieren, sonst reicht es diese Saison nicht", sagte der 29-Jährige. Vielleicht auch, weil er den Spielplan kennt: Am nächsten Wochenende ist der FC Bayern im Kraichgau zu Gast.

DER SONNTAG: RB Leipzig greift ein. Der Champions-League-Halbfinalist gilt als einer der wenigen Vereine, die den FC Bayern zumindest ärgern können. Trainer Julian Nagelsmann, dessen Mannschaft am Nachmittag (15.30 Uhr/Sky) auf den FSV Mainz 05 trifft, will so schnell wie möglich wieder um Titel spielen. "Natürlich habe ich Bock, diese Motivationsschwierigkeiten hast du nur, wenn du eine extreme Zufriedenheit hast", sagte der 33-Jährige. Am Vorabend (18.00 Uhr/Sky) tritt Bayer Leverkusen beim VfL Wolfsburg an - die Werkself muss zeigen, dass sie auch nach dem Abgang von Supertalent Kai Havertz zum FC Chelsea bestehen kann.

© dpa-infocom, dpa:200919-99-630804/4

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