American Football

Warmer Empfang für Donald Trump beim College Football in Alabama

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Warmer Empfang: Donald und Melania Trump beim College Football in Alabama.

American Football statt Amtsenthebung: Donald und Melania Trump reisen nach Alabama und genießen die Unterstützung im Süden des Landes. 

  • Donald Trump bei Sportevents: Kontroverse Reaktionen
  • New York: Donald Trump bei UFC-Event ausgebuht
  • Washington: „Sperrt ihn ein“ - Baseball-Fans beschimpfen Donald Trump

Update, 10.11.2019, 9:00 Uhr: Alabama ist eben nicht Washington und schon gar nicht New York. Wenn Donald Trump den „rubinroten“ Bundesstaat (so nennen US-Amerikaner die Staaten, in denen in der Regel Republikaner gewinnen) besucht, dann kann er auf einen freundlichen Empfang hoffen - egal, wie das Impeachment-Vefahren läuft, welche neuen Details über die Ukraine-Affäre ans Licht kommen oder was in Büchern steht, die anonyme Autoren aus dem Weißen Haus heraus veröffentlichen.

Der US-Präsident reiste gemeinsam mit seiner First Lady Melania Trump nach Tuscaloosa, um dort im Bryant-Denny Stadion ein American Football-Spiel zwischen der Universität Alabama und der Universität Louisiana zu verfolgen. Anstatt der Buh-Rufe und der „Sperrt Ihn Ein“-Sprechchöre, die Trump in (mehrheitlich demokratischen Städten wie) New York und Washington erdulden musste, wurde er in der Kleinstadt tief im Süden des Landes mit „USA“-Rufen und „Trump 2020“ empfangen.

Zwar waren laut CNN im Laufes des Spiels auch Buhrufe zu hören, die überwiegende Mehrheit der über 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer bereitete ihrem Präsidenten aber einen warmen Empfang. Der bedankte sich via Twitter und veröffentlichte eine ganze Reihe an Fotos und Videos.

Buhrufe und Mittelfinger - Donald Trumps Besuch beim UFC-Event in New York

Erstmeldung

New York - Das hatte sich Donald Trump mit Sicherheit anders vorgestellt. Gemeinsam mit seinen Söhnen Eric und Donald Jr. besuchte der US-Präsident in seiner Heimatstadt New York eine Veranstaltung der Ultimate Fighting Championship (UFC) im Madison Square Garden. Die UFC ist der größte Veranstalter für Mixed Martial Arts Wettkämpfe. An diesem Abend standen sich unter dem Titel „UFC 244“ untern anderem UFC-Legende Nate Diaz und Jorge Masvidal gegnüber.

US-Präsident Donald Trump im Madison Square Garden, zusammen mit UFC-Präsident Dana White (r.).

UFC-Fans gelten in den USA als eher konservativ, ähnlich wie Fans des Nascar-Motorsports oder der Wrestling-Showkampf-Veranstaltungen des „World Wrestling Entertainment Inc.“ (WWE). Auch deshalb dürfte Trump sich vor seiner Ankunft in den Madison Square Garden des Jubels der Zuschauerinnen und Zuschauer sicher gewesen sein. Gemeinsam mit Dana White, UFC-Präsident und Trump-Fan, und seinen Eric und Donald Trump Jr.,  erschien der US-Präsident vor Beginn der Hauptkämpfe im Madison Square Garden. Doch statt Applaus bekam Trump vor allem Buhrufe zu hören. Auf verwackelten Handy-Aufnahmen sieht man außerdem Fans, die Trump den Mittelfinger entgegenstrecken.

Donald Trump: Buhrufe beim Baseball und bei der UFC

Für den amtierenden US-Präsidenten ist es indes keine Neuigkeit, auf einer Sportveranstaltung ausgebuht zu werden. Erst vor kurzem besuchte Trump ein Spiel der Washington Nationals in der World Series der Major League Baseball. Auch dabei überwogen die „Buhs“ gegenüber den „Yeahs“.

Trump sucht immer wieder die Nähe zu Kampfsportveranstaltungen wie die Mixed Martial Arts Wettkämpfe der UFC. Auch zu Vince McMahon, Ex-Wrestler und seit 1983 Chef der WWE, hat Trump ein freundschaftliches Verhältnis. UFC-Präsident White gilt als ausgesprochener Trump-Fan und hielt auf dem Parteitag der Republikaner im Jahr 2016 eine flammende Rede für Trump, in der er sich für die Wahl des damaligen Präsidentschaftskandidaten aussprach. In Zeiten, in denen die UFC mit US-amerikanischen Behörden rechtliche Auseinandersetzungen hatte, war es Trump, der der Kampfsportreihe immer wieder Veranstaltungen in seinen Hotels ermöglichte - unter anderem im „Trump Taj Mahal“ in Atlantic Ciy im Jahr 2001.

Im Octagon kämpfen Derrick Lewis und Blagoy Ivanov (r.), im Publikum sitzt Donald Trump mit seinen Söhnen Eric und Donald Jr.

Im August 2019 besuchte Donald Trump Jr.* bereits ein UFC-Event, bei dem Colby Covington gegen Robbie Lawler kämpfte. Covington ist überzeugte Trump-Anhänger, der sich vor seinen Kämpfen immer wieder mit einer roten „Make America Great Again“ Mütze zeigt, dem inoffiziellen Erkennungszeichen für radikale Trump-Anhänger.

UFC-Kämpfer Jorge Masvidal lobt nach Sieg gegen Nate Diaz Donald Trump

Für Trump spiegelt die schlechte PR bei gleich zwei Sportveranstaltungen in den vergangenen Wochen seine derzeitige Situation im Weißen Haus wieder. Dort sieht sich der US-Präsident einem Impeachment-Verfahren ausgesetzt, das fast täglich durch neue Negativschlagzeilen angeheizt wird.

Den Hauptkampf bei UFC 244 gewann übrigens Masvidal nach technischem K.o., weil der Ringarzt den Kampf aufgrund einer Verletzung von Diaz nach Ende der dritten Runde abgebrochen hatte. Trump gratulierte Masvidal via Twitter und teilte ein Video des kubanisch-amerikanischen Kämpfers, in welchem sich Masvidal positiv über Trump äußert.

Trump kommentierte das Video mit „Congratulations, Champ“, auch wenn der Kampf zwischen Masvidal und Diaz kein Titelkampf war.

Donald Trump ignoriert die Beschimpfungen bei UFC 244

Der US-Präsident blendete all die Beschimpfungen und Buh-Rufe während seiner Ankunft in der Halle übrigens routiniert und gekonnt aus. In einem Tweet sagte Trump, die Veranstaltung im Madison Square Garden habe sich angefühlt wie eine „Trump Rally“.

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