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Mick Schumacher hadert mit verpassten Punkten wegen Safety-Car-Phase: „Hatten mehr Pace“

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Von: Christoph Klaucke

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Mick Schumacher wird beim Großen Preis von Italien durch das Safety-Car die Chance auf Punkte verwehrt. Alle Stimmen und Reaktionen zum Monza-Rennen.

Monza – Max Verstappen hat das letzte Europa-Rennen der Formel 1 in Monza gewonnen. Doch vor allem das Ende beim Großen Preis von Italien sorgte für Aufregung. Nachdem Daniel Ricciardo seinen McLaren am Streckenrand abstellen musste, kam das Safety-Car in der Schlussphase des Rennens ins Spiel. Wegen Sicherheitsbedenken, offenbar war noch ein Traktor auf der Strecke, wurde der Grand Prix hinter dem Safety Car beendet. Die Tifosi waren außer sich, konnte Ferrari-Pilot Charles Leclerc Verstappen doch nicht mehr angreifen.

Auch Mick Schumacher hatte somit keine Chance mehr in die Punkte zu fahren, der Haas-Pilot wurde nach P17 zum Start starker Zwölfter. Sebastian Vettel musste seinen Aston Martin schon früh wegen einem Motorschaden abstellen. Wir fassen die Stimmen rund um das Monza-Rennen auf Sky zusammen:

Mick Schumacher (Haas) nach dem Rennen über...

...die Performance: „Besser als erwartet, wir hatten mehr Pace, als wir dachten. Wir wussten, dass wir im Rennen besser sind, aber dass wir so mitfahren können und mit den Mediums so lange fahren konnten, war mega für unsere Strategie. Wir haben dann umgeswitcht und sind auf den weichen Reifen gegangen und da hatten wir so viel mehr Pace im Auto als die anderen. Die Crew hat super gearbeitet. Es war dann sehr schön. Im Endeffekt waren wir allerdings trotzdem sehr langsam auf der Geraden verglichen mit dem Williams.

...den ausgebliebenen Re-Start und die Chance auf Punkte: „Eventuell. Wir werden es nie herausfinden. Wenn es die Entscheidung für die Sicherheit für alle ist, dann akzeptieren wir das natürlich.“

Mick Schumacher beim Formel 1 Rennen in Monza
Mick Schumacher blieb beim Formel-1-Rennen in Monza ohne Punkte. © Andy Hone/Imago

Sebastian Vettel (Aston Martin) nach seinem Ausfall über...

...das Rennen: „War ziemlich schwierig. Wir wussten, dass es ein langes Rennen werden würde, für mich leider nur kurz. Schade, dass ich nicht weiter eingreifen kann. Eine Runde vorher hat es sich angekündigt und dann war es vorbei. Die Strecke war einfach nicht unser Ding.“

...den nächsten Grand Prix in Singapur: „Ich freue mich, die Strecke liegt mir. Schlechter als hier kann es nicht werden.“

Max Verstappen (Red Bull) nach dem Rennen über...

...das Rennen: „Es war ein tolles Rennen. Wir waren auf jeder Reifenmischung die schnellsten, auch der Verschleiß war gut. Tolles Auto. Dann kam zum Schluss noch das Safety Car, leider kam es zu keinem Restart. Insgesamt war es ein sehr guter Tag.“

...die Aufholjagd in den ersten Runden: „Der Start war sehr gut, ich hatte einen sauberen Weg durch die Schikane. Dann konnte ich in meinen Rhythmus kommen und auf zwei fahren. Es lief prima mit den Reifen. Es hat Spaß gemacht, obwohl es relativ heiß war. Ein großartiger Tag für uns.“

...sein erstes Podium in Monza: „Es hat ein bisschen Zeit gebraucht, auf ein so tolles Podium zu kommen. Jetzt ist es endlich mal der Fall.“

Charles Leclerc (Ferrari) nach dem Rennen über...

...die Safety-Car-Phase zum Schluss: „Das Ende war frustrierend. Wir hätten uns gewünscht, Rennen zu fahren. Ich hätte gerne vor den Tifosi gewonnen.“

Helmut Marko (Motorsport-Chef) nach dem Rennen über...

...das Rennen von Verstappen: „Er hat es wieder relativ locker geschafft. Es war schade, dass das Rennen unter dem Safety Car beendet wurde. Wir hatten die Oberhand, erstaunlich war nur, wie schnell er in Führung gegangen ist. Es läuft alles gut und jetzt brauchen wir noch einen Sieg, dann hat er den Rekord eingestellt. Vielleicht schaffen wir 14 Siege.“

...die Entscheidung, das Rennen unter dem Safety Car zu beenden: „Das war sicher nicht die richtige Entscheidung. Das Safety Car hat den falschen Fahrer ausgewählt und man muss aufhören, dass die überrundeten durchgewunken werden. Es spielt überhaupt keine Rolle und es wäre ein tolles Finish gewesen. Vielleicht für uns enger geworden und ein Nachteil, wir müssen aber den Sport in den Vordergrund stellen.“

...das Sicherheitsrisiko: „Wenn ein Traktor auf der Strecke steht, dann geht es nicht. Dann müssen die aber schneller arbeiten, es war Zeit genug. Die Rundenzeit ist hier lang. Es war kein würdiges Ende dieses Rennens.“

...das Rennen von Perez: „In der ersten Runde hat er sich einen Bremsplatten eingefangen und irgendein Teil. Daher mussten wir aufgrund von starken Vibrationen früh wechseln. Wir wären vielleicht mit dem harten Reifen durchgekommen. Als wir aber gesehen haben, dass wir mit dem weichen Reifen die Chance haben, Hamilton zu bekommen, haben wir es riskiert. Auch für ihn war das Safety Car kontraproduktiv. Die Leistung war gut. Schnellste Runde und wie er sich als quasi Letzter vorgekämpft hat.“

...das anstehende Rennen in Singapur: „Uns liegt bis dato jede Strecke. Es ist aber nicht wahrscheinlich, dass Leclerc nicht weiter vorne landet. Wir wollen die WM gewinnen, Singapur wäre ein guter Platz zu feiern.“

Mattia Binotto (Ferrari-Teamchef) nach dem Rennen über...

...das Rennende hinter dem Safety-Car: „Es ist ziemlich enttäuschend. Ich denke, es wäre genügend Zeit gewesen, das Rennen wieder frei zu geben. Die Formel 1 hat es nicht verdient, ein Rennen so zu beenden.“

...Mick Schumacher: „Es war ein unglückliches Wochenende für ihn. Er hatte nicht viel Zeit auf der Strecke, deshalb ist es schwer seine Leistung hier zu bewerten. Wir haben noch ein paar Rennen, setzen uns dann zusammen und treffen die beste Entscheidung für seine Zukunft.“

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