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Klitschko ist schon jetzt heiß auf Haye

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Ganz locker: Wladimir Klitscho am Dienstag © Getty

Going - Wladimir Klitschko bereitet sich am „Wilden Kaiser“ in Österreich auf die wohl größte Herausforderung seiner Karriere vor. Am 2. Juli trifft er in Hamburg auf den Briten David Haye und geht das Projekt gewohnt siegessicher an.

Wladimir Klitschko sieht seinen kommenden Gegner jeden Tag. Er studiert ihn, er beobachtet ihn, er hat ihn immer im Blick, er analysiert jede seiner Bewegungen. Auf drei Bildschirmen rund um den Trainingsring des Schwergewichts-Weltmeisters der Box-Verbände IBF und WBO flimmern ununterbrochen die Kämpfe des WBA-Champions David Haye.

Klitschko ist heiß, er sehnt das Duell gegen den Briten am 2. Juli in Hamburg herbei. Dann steht Haye ihm endlich leibhaftig gegenüber. „Ich kann den Kampf kaum erwarten“, sagte der 35-Jährige, der sich derzeit im Trainingslager am Wilden Kaiser im österreichischen Going fit für Haye macht.

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Nichts anderes als sein goldenes K.o.-Jubiläum hat Klitschko dabei im Kopf. „Er soll die Nummer 50 auf meiner Liste werden. In der zwölften Runde will ich ihn ausknocken“, sagt der Ukrainer. Entsprechend akribisch geht er vor. Vier Sparringspartner hat Klitschko ausgewählt, alle entsprechen Haye in Stil und Statur.

In dreieinhalb Wochen steigt die Show in der Hamburger WM-Arena, rund 40.000 Zuschauer werden dabei sein. Und Klitschko-Trainer Emanuel Steward schlägt bereits große Töne an. „Das wird der beste Fight seit Mike Tyson gegen Lennox Lewis“, sagt der US-Amerikaner. Tyson und Lewis hatten sich vor neun Jahren, am 8. Juni 2002, im amerikanischen Memphis gegenübergestanden. Lewis siegte damals durch Knockout in der achten Runde.

Für Klitschko werde das Aufeinandertreffen mit Haye die Herausforderung schlechthin, so Steward: „Das ist der größte Kampf seiner Karriere, und ich sehe danach auch keinen herausragenden Gegner mehr für ihn.“ Der Ukrainer möchte Haye dessen Titel abnehmen. Dann hätten Wladimir und sein Bruder Witali, der den WBC-Titel trägt, alle WM-Gürtel in der Familie vereint und ihren großen Traum realisiert.

Zweifel daran, dass der Kampf diesmal wirklich zustande kommt, hat keiner mehr. Die Vertragsverhandlungen sind längst abgeschlossen, und alle sind sicher, dass sich Haye stellt. Zweimal hatte er vorher ein Duell platzen lassen. Einmal wegen einer Verletzung und einmal, weil er mit Vertragskonditionen nicht einverstanden war. „Haye ist unter Zugzwang, er muss jetzt kämpfen“, sagt Steward.

Die britischen Journalisten vor Ort sehen indes Wladimir als den besseren Gegner für Haye an. Sein Bruder Witali würde dem 30-Jährigen weniger liegen, sagen sie. Die ständigen Provokationen des „Hayemakers“ sollen Wladimir aus der Reserve locken, damit dieser am Kampfabend seinen Plan verlasse. Das würde dem Konterboxer Haye entgegenkommen, dann sähe er seine Chance. Wohl auch deshalb müsse Klitschko eiskalt bleiben im Ring, sagt sein Manager Bernd Bönte: „Mit heißem Herz reinzugehen und den Verstand auszuschalten, bringt nichts.“

Seit nunmehr drei Wochen ist der Klitschko-Clan schon in Going. Bis zum Sonntag vor dem Kampf werden sie dort bleiben. Dann läuft der Countdown, und was Haye dann bevorsteht, machte Wladimir in einem britischen TV-Interview deutlich. „Schau dir diese Hand an“, sagte Klitschko in Richtung seines Gegners und hielt seine rechte Pranke dicht vor die Kamera: „Die wird dir ganz, ganz nahe kommen.“

sid

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