Pandemie

Durchbruch bei Corona-Behandlung? Forscher aus Mainz entdecken neuen Ansatz

Forschern aus Mainz ist womöglich ein Durchbruch bei der Behandlung von Corona-Erkrankungen gelungen. (Symbolbild)
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Forschern aus Mainz ist womöglich ein Durchbruch bei der Behandlung von Corona-Erkrankungen gelungen. (Symbolbild)

Forschern aus Mainz ist möglicherweise ein Durchbruch im Kampf gegen das Coronavirus geglückt. Ein Millionen-Deal ist schon in trockenen Tüchern.

Mainz – Die Forschung am Coronavirus* ist noch lange nicht abgeschlossen. Immer wieder tauchen neue Varianten auf, immer wieder gelangen die Labore zu neuen Erkenntnissen. Nun haben Forscher aus Mainz möglicherweise einen weiteren Durchbruch im Kampf gegen Covid-19 erreicht.

Die Wissenschaftler der Universitätsmedizin in Mainz haben herausgefunden, dass das gerinnungshemmende Protein rNAPc2 vielversprechend bei der Behandlung von Corona-Erkrankungen wirkt – besonders bei schweren Verläufen der Krankheit soll das Protein effektiv sein.

Forscher aus Mainz: Protein soll Gerinnungsstörungen bei Corona-Infektion verhindern

Laut den Forschern der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz soll rNAPc2 Gerinnungsstörungen und Entzündungen im Zuge von Ansteckungen mit dem Coronavirus verhindern. Durch Beobachtungen der Anwendung bei Patienten soll nun herausgefunden werden, ob das Protein besser vor Thrombose schützt als der bislang verwendete Gerinnungshemmer Heparin. Seit Dezember 2020 wird der Wirkstoff international bei stationär behandelten Covid-19-Patienten mit erhöhten Blutgerinnungswerten untersucht.

„Die Forschung zum Einsatz von rNAPc2 bei COVID-19 zeigt einmal mehr, dass die Universitätsmedizin Mainz Keimzelle für wegweisende wissenschaftliche Erkenntnisse ist. Neben den Grundlagen für den COVID-19-Impfstoff von BioNTech wurde in Mainz jetzt auch die Basis für eine neue, erfolgversprechende medikamentöse Behandlungsmöglichkeit geschaffen“, so Ulrich Förstermann, Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz, in einer Pressemitteilung.

Behandlung von Corona: Forscher aus Mainz schließen Millionen-Deal ab

Die Universitätsmedizin Mainz habe eine Vereinbarung zur Übertragung von Patenten mit dem Wirkstoffinhaber ARCA biopharma im Wert von bis zu 1,6 Millionen Euro geschlossen, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht. Sollte die Zulassung für die Behandlungsmethode erfolgen, steige die Summe durch Lizenzgebühren an. (esa) fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Erst im Mai haben Forscher aus Frankfurt das Thrombos-Rätsel nach Impfungen mit Astrazeneca und Johnson&Johnson offenbar gelöst.

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