Unterschiedliche Regeln

Silvester während Corona: Feuerwerk-Verbot - Das ist in Ihrer Region erlaubt

Vielerorts ist das Abbrennen von Silvester-Feuerwerk und Böllern verboten – das gilt auch im Norden von Hessen und Süden von Niedersachsen. Eine Übersicht.

  • Wegen Corona* darf bundesweit zu Silvester 2020 kein Feuerwerk verkauft werden.
  • Viele Städte und Kreise verbieten auch das Zünden von Silvester-Böllern und Raketen.
  • Wir erklären, was in Ihrer Region erlaubt ist - und was nicht.

Kassel - Aufgrund der Corona-Pandemie und dem unsicheren Infektionsgeschehen befindet sich die Welt immer noch im Ausnahmezustand. Daher gelten auch für Silvester 2020 besondere Regeln. Um die ohnehin überlasteten Notaufnahmen und das Krankenhauspersonal zu schützen, wurde ein deutschlandweites Verkaufsverbot von Feuerwerk erlassen.

In vielen Regionen bleibt es nicht beim Verkaufsverbot, auch das Abbrennen von Silvester-Böllern wird verboten. Was in den unterschiedlichen Regionen im Norden von Hessen und Süden von Niedersachsen gilt, finden Sie in dieser Übersicht. Darunter Kassel, Göttingen, Northeim, der Werra-Meißner-Kreis, Waldeck-Frankenberg sowie der Schwalm-Eder-Kreis und der Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Wegen der Corona-Krise gilt ein Verkauf von Feuerwerk zu Silvester 2021 - doch auch das Abbrennen von noch vorhandenem Feuerwerk ist nicht überall erlaubt. Diese Regeln gelten in Ihrer Region. (Symbolbild)

Wegen Corona: Feuerwerk-Verbot - Das gilt in Kassel

Kurz vor Silvester fiel auch eine Entscheidung für Stadt und Landkreis Kassel*. Während im Kreis das Böllern im öffentlichen Raum komplett verboten wurde, entschied sich die Stadt für einen anderen Weg. Das Zünden von Feuerwerkskörpern ist nur an bestimmten öffentlichen Plätzen untersagt:

  • „Bettenhäuser Dorfplatz“ (Stadtteil Bettenhausen), Teilstück der „Erfurter Straße“ zwischen „Kirchgasse“ und „Ringhofstraße“.
  • „Nordstadtpark“ (Nord-Holland); gesamte Grünfläche inklusive umlaufender Gehwege, zwischen Mombachstraße, Fiedlerstraße, Haarmannweg und Liebigstraße.
  • Jägerstraße“ und „Untere Königsstraße“ (Innenstadt), „Jägerstraße“ zwischen Gießbergstraße und Untere Königsstraße; „Untere Königsstraße“ zwischen Kreuzung Am Stern bis zum Holländischen Platz, inklusive der Gehwege (öffentliche Flächen) vor den Liegenschaften „Wolfhager Str. 2“ und „Holländische Str. 17“.
  • „Wehlheider Platz“ (Wehlheiden), begrenzt durch die Liegenschaften „Kirchweg 36“, „Friedensstr. 2“, „Kirchweg 31“, entlang der Wittrockstraße bis zur „Wilhelmshöher Allee 123A“, entlang der Häuserfassade bis (erneut) zum „Kirchweg 36“.
  • „August-Bebel-Platz“ (Vorderer Westen), inklusive der den Bebelplatz umlaufenden Friedrich-Ebert-Straße samt der Gehwege bis zur Häuserfassade.
  • „Goetheanlage“ (Vorderer Westen): Der Bereich umfasst neben der Grünfläche, den Spielplatzbereich sowie die befestigte Fläche des Skater- und Basketballplatzes und wird umringt von der Goethestraße, Huttenstraße, Herkulesstraße und der Freiherr-vom-Stein-Straße.
  • In der Karlsaue, im Umfeld der „Orangerie“.
  • Im Bergpark, im Umfeld des „Schloss Wilhelmshöhe“ sowie des „Herkules“.

Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit einem unangenehmen Bußgeld rechnen. Das kann je nach Einzelfall zwischen 200 und 25.000 Euro liegen.

Wegen Corona: Silvester-Feuerwerk in Göttingen untersagt

In Niedersachsen wurde das geplante Feuerwerk-Verbot gekippt. Das Abbrennen von Silvester-Feuerwerk ist nun nicht mehr generell untersagt, der Verkauf allerdings schon. In der Innenstadt in Göttingen sind Böller und Raketen* dennoch zum Jahreswechsel tabu. Das gilt vor allem für Feuerwerkskörper, die mit „F2“ oder „PII“ gekennzeichnet sind.

Ein Böllerverbot gilt aber auch in der Nähe von Fachwerkhäusern. Rund um Krankenhäuser, Kinder- und Altenheime sowie Kirchen muss ein Mindestabstand von 200 Metern eingehalten werden. Auch an folgenden Orten ist das Böllern im Landkreis Göttingen untersagt:

  • Duderstadt
  • Stadt Hann. Münden*
  • Stadt Herzberg am Harz
  • Stadt Osterorde am Harz
  • Flecken Bovenden
  • Gemeinde Bad Grund (Harz)
  • Samtgemeinde Hattorf am Harz
  • Die genauen Bereiche sind hier nachzulesen.

Feuerwerk-Verbot wegen Corona: Auch Northeim und Werra-Meißner-Kreis betroffen

Auch die Stadt Northeim erlässt ein Feuerwerk-Verbot* der Klasse II für die Innenstadt und umliegende Dörfer. Das Verbot gilt, wie schon in den Vorjahren, für die historische Altstadt. Dieser wird durch einen „Ring“ aus „Wilhelmstraße“, „Friedrichstraße“, „Göttinger Straße“ ab „Friedrichstraße“ in Richtung Norden, „Breiter Weg“, „Friedrich-Ebert-Wall“ und „In der Fluth“ begrenzt.

Im Werra-Meißner-Kreis gelten aufgrund der Corona-Pandemie* ähnliche Regeln. Auf öffentlichen Plätzen dürfen im gesamten Werra-Meißner-Kreis keine Raketen und Böller abgebrannt werden. Auch nicht, wenn diese noch vom vergangenen Jahr übrig sind. Das empfiehlt der Landkreis auch dringend für den privaten Raum. Von dem Feuerwerk-Verbot betroffen sind Feuerwerkskörper der Kategorien „F2“, „F3“ und „F4“ – also Produkte vom Klein- bis zum Großfeuerwerk.

Wegen Corona: Das gilt in Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder-Kreis, Hersfeld-Rotenburg

Auf der eigenen Website weist der Kreis Waldeck-Frankenberg auf das Verkaufs-Verbot von Silvester-Feuerwerk hin. Dennoch sei es erlaubt bereits vorhandene Raketen und Böller auf dem eigenen Grundstück zu zünden. „Jedoch nicht alles, was erlaubt ist, ist in der jetzigen Situation auch richtig“, appelliert die Kreisverwaltung an die Eigenverantwortlichkeit und Solidarität der Menschen.

Auch im Schwalm-Eder-Kreis ist im gesamten öffentlichen Raum das Abbrennen von Feuerwerkskörpern nicht gestattet. Das bestätigt der Kreis in einer Pressemitteilung am Dienstag, 29.12.2020. Altbestände von Feuerwerk dürfen lediglich auf dem eigenen Grundstück gezündet werden. Die Allgemeinverfügung des Landkreises Hersfeld-Rotenburg vom 24.12.2020 besagt ähnliches: „Das Zünden von Feuerwerkskörpern zum Jahreswechsel ist im gesamten öffentlichen Raum, insbesondere auf Straßen und Plätzen, untersagt.“

Feuerwerks-Verbot wegen Corona: Ihre Meinung ist gefragt!

In diesem besonderen Corona-Jahr gilt also: Auf Feuerwerk zu Silvester 2020 sollte im Idealfall ganz verzichtet werden. Wer dennoch Raketen und Böller aus den vergangenen Jahren besitzt, sollte sich über die geltenden Bestimmungen des jeweiligen Landkreises informieren. (Karolin Schaefer) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Ralf Hirschberger/dpa

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