Auftragsplus bei der Industrie

Berlin - Die Aufträge für die deutsche Industrie sind im Dezember dank höherer Auslandsaufträge stärker gestiegen als erwartet.

Im Monatsvergleich seien sie um 1,7 Prozent geklettert, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag in Berlin mit. Von dpa-AFX befragte Experten hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,7 Prozent gerechnet. Im November war die Produktion noch um revidierte 4,9 (zunächst 4,8) Prozent gefallen. Im Jahresvergleich blieben die Aufträge im Dezember arbeitstäglich bereinigt unverändert, nach einem Rückgang von 4,3 Prozent im Vormonat. Allerdings sei der Umfang der Großaufträge im Dezember unterdurchschnittlich gewesen.

Während die Inlandsaufträge um 1,4 Prozent zurückgingen, kamen kräftige Nachfrageimpulse vor allem von außerhalb der Eurozone (plus 12,3 Prozent im Vergleich zu November). Bestellungen aus der Eurozone gingen hingegen deutlich um 6,8 Prozent zurück. Unter dem Strich legte die Auslandsnachfrage damit um 4,3 Prozent zu.

Der Auftragszuwachs war besonders deutlich bei den Investitionsgüterherstellern (plus 2,8 Prozent). Auch die Nachfrage nach Konsumgütern nahm spürbar zu (plus 1,9 Prozent). Die Auftragseingänge der Vorleistungsgüterproduzenten veränderte sich hingegen nicht.

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich November/Dezember gegenüber September/Oktober gingen die Aufträge um 1,7 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Industrieaufträge im Zweimonatsvergleich um 2,2 Prozent.

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