5,1 Milliarden Euro Gewinn

BMW zahlt trotz Rekordjahr geringere Prämien

München - BMW hat 2012 erneut einen Rekordgewinn eingefahren und damit ein weiteres Bestjahr perfekt gemacht. Die Prämie, die der Autobauer seinen Mitarbeitern zahlt, fällt dennoch geringer aus als im Vorjahr.

BMW zahlt seinen Mitarbeitern nach dem Rekordjahr 2012 eine etwas geringere Erfolgsbeteiligung als noch vor einem Jahr. Wie der Autobauer am Freitag in München mitteilte, bekommt demnach etwa ein Facharbeiter 2,5 Monatsgehälter ausgezahlt. In der Gehaltsgruppe ERA 5 mache das eine Zahlung von 7630 Euro. Vor einem Jahr hatte der Konzern 20 Euro mehr gezahlt.

Grund für den leichten Rückgang sei unter anderem die leicht geringere Umsatzrendite, die BMW 2012 trotz Rekordverkäufen und dem höchsten Gewinn der Geschichte erwirtschaftete, sagte ein Sprecher. Auch der Rivale Audi zahlt für das vergangene Jahr eine etwas niedrigere Prämie.

BMW verdiente 2012 unterm Strich 5,1 Milliarden Euro. Das sind 4,4 Prozent mehr als noch vor einem Jahr, wie der Konzern am Donnerstag überraschend mitteilte. Der Umsatz kletterte dank der ungebrochenen Autonachfrage vor allem in Übersee um 11,7 auf knapp 77 Milliarden Euro. Damit halten die Münchner auch die Erzrivalen von Audi weiter auf Distanz. Die VW-Tochter hatte zwar 2012 ebenfalls einen Absatzrekord verbucht, verdiente aber unter dem Strich etwas weniger Geld. BMW will 2013 erneut Bestwerte erreichen.

BMW muss Vorstand umbauen

BMW muss unterdessen seinen Vorstand umbauen und nimmt den früheren Audi-Vertriebschef Peter Schwarzenbauer an Bord. Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt werde seinen Posten zum 1. April aus gesundheitlichen Grünen niederlegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Seinen Job, der als ein Schlüsselressort bei dem Hersteller gilt, übernimmt Harald Krüger, der bisher im Vorstand für die Marken Mini und Rolls-Royce zuständig war. Diesen Posten übernimmt nun wiederum Schwarzenbauer, der im vergangenen Jahr im Zuge eines großen Managementumbaus im Volkswagen-Konzern seinen Vorstandsjob beim BMW-Erzrivalen Audi verloren hatte.

dpa

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