Kartellamt mischt bei BSkyB-Übernahme mit 

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Rupert Murdoch wurde vom englischen Vizepremierminister, Nick Clegg, aufgefordert, seine Übernahmepläne für BskyB noch einmal zu überdenken.

Der Medienkonzern News Corp. hat sein Versprechen, Sky News auszugliedern, am Montag zurückgezogen. Das Spinoff war eine Voraussetzung für die geplante Übernahme des Fernsehsenders British Broadcasting (BSkyB).

Die britische Regierung hat wegen der geplanten vollständigen Übernahme des Fernsehsenders British Broadcasting (BSkyB) durch den Medienkonzern News Corp. die Kartellbehörde eingeschaltet. Geprüft werden soll, ob das Geschäft gegen Monopolverbote verstößt. Vor der Ankündigung von Kulturminister Jeremy Hunt am Montag hatte News Corp. auf eine Ausgliederung des Senders Sky News verzichtet - der Spinoff war eine Voraussetzung für den Kauf der verbleibenden BSkyB-Anteile.

Mit einer Überprüfung durch die Kartellbehörde wird sich eine Entscheidung über die Übernahme des Senders durch News Corp.-Eigentümer Rupert Murdoch mehrere Monate hinziehen. Analysten in London gingen am Montag bereits davon aus, dass der Handel so gut wie unmöglich geworden ist. Eine Billigung sei unwahrscheinlich, so lange noch wegen des Abhörskandals bei Murdochs Boulevardzeitung “News of the World“ ermittelt werde, “was Jahre dauern könnte“, sagte der Analyst Sam Hart.

Murdoch ist nach dem “News of the World“-Skandal und seinen damit verbundenen Bemühungen um Schadensbegrenzung in die Kritik ranghoher britischer Politiker geraten. Der stellvertretende Premierminister Nick Clegg erklärte am Montag, der Medienmogul solle seine Übernahmepläne für BSkyB noch einmal überdenken. Angesichts der öffentlichen Empörung über den Abhörskandal sei es wichtig, dass Murdoch “anständig und vernünftig“ handele.

dapd

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