Commerzbank legt in allen Geschäftsbereichen zu

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Privatkundengeschäft, Investmentbanking, Mittelstandsgeschäft: Die Commerzbank wächst in allen Sparten. Foto: Frank Rumpenhorst

Die teilverstaatlichte Commerzbank wittert nach einem guten Start ins Jahr Morgenluft. Für die gebeutelten Aktionäre wird die erste Dividende in der Amtszeit von Konzernchef Blessing wahrscheinlicher.

Frankfurt/Main (dpa) - Nach einem guten ersten Quartal mit Zuwächsen in allen Geschäftsbereichen steigt bei der Commerzbank die Zuversicht auf die erste Gewinnausschüttung seit 2007.

"Für das Geschäftsjahr 2015 planen wir eine Dividende zu zahlen und wollen dafür quartalsweise entsprechende Rückstellungen bilden", bekräftigte Konzernchef Martin Blessing am Donnerstag in einer Mitteilung. "Ob es am Ende des Jahres reichen wird, müssen wir abwarten." In den ersten drei Monaten 2015 reservierte der teilverstaatlichte Frankfurter Dax-Konzern 57 Millionen Euro für eine mögliche Dividende.

Das Tagesgeschäft lief zum Jahresauftakt gut, in allen Segmenten stiegen die Erträge. Am stärksten legte trotz der historisch niedrigen Zinsen das Privatkundengeschäft zu. Die Sparte steigerte ihr operatives Ergebnis um 45 Prozent auf 161 Millionen Euro. Dabei profitierte die Bank von ihrer Offensive in der Vermögensverwaltung und von einem weiteren Kundenzuwachs von netto 66 000.

Deutlich besser schnitt auch das Investmentbanking ab. Die Sparte konnte - unter anderem dank regen Handels an den Finanzmärkten - den operativen Gewinn um 40 Prozent auf 300 Millionen Euro erhöhen. Darin enthalten sind aber auch positive Effekte aus der Neubewertung eigener Schulden. Leichte Zuwächse von gut einem Prozent gab es im Mittelstandsgeschäft, das mit 345 Millionen Euro größter Gewinnträger bleibt.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Bank mitgeteilt, dass sie ihr operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf insgesamt 685 Millionen Euro mehr als verdoppelt hat. Der Überschuss kletterte von 200 Millionen Euro auf 366 Millionen Euro.

Dank der insgesamt guten Entwicklung machte das Institut gestiegene Kosten etwa durch die europäische Bankenabgabe und die Belastungen von 200 Millionen Euro aus dem Debakel um die Bad Bank der österreichischen Hypo Alpe Adria wett. "In Summe halten sich die positiven und die negativen Sondereffekte in etwa die Waage, so dass das ein gutes, starkes operatives erstes Quartal war", bilanzierte Finanzvorstand Stephan Engels. Für das Gesamtjahr blieb das Commerzbank-Management bei seiner Prognose, die Kosten mit rund sieben Milliarden Euro stabil halten zu wollen.

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