Wirtschaft sucht wieder mehr Arbeitskräfte

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Kurzarbeit und der Abbau von Überstunden entlasten den Arbeitsmarkt weiterhin spürbar.

Nürnberg - Die deutsche Wirtschaft sucht allmählich wieder Arbeitskräfte. Der Stellenindex BA-X liegt aktuell auf dem Niveau vor dem letzten Wirtschaftsaufschwung im Jahr 2006.

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) stieg im März weiter um fünf auf 138 Punkte und erreichte damit das Niveau des Frühjahrs 2006, als der letzte Wirtschaftsaufschwung einsetzte. Wie die Bundesagentur am Dienstag in Nürnberg erklärte, dürfte der Bedarf an neuen Mitarbeitern diesmal aber geringer ausfallen. Die Unternehmen setzten noch immer stark auf Kurzarbeit und flexible Arbeitszeiten, um ihr Personal zu halten. Der BA-X beruht auf den aktuellen Stellenangeboten der Unternehmen. Seinen bisherigen Höchststand erreichte er im Februar 2007 mit 188 Punkten, den tiefsten Stand im Dezember 2004 mit 93 Punkten.

Frühlingsbelebung dieses Jahr später

Kurzarbeit und der Abbau von Überstunden entlasten den Arbeitsmarkt weiterhin spürbar. Von der Nachrichtenagentur DAPD befragte Volkswirte erwarten einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit im März. Eckhard Tuchtfeld von der Commerzbank rechnet mit 15.000 Arbeitslosen weniger. “Das ist angesichts der konjunkturellen Gesamtsituation erfreulich“, sagte er. Allianz-Volkswirt Rolf Schneider erwartet eine Abnahme um 3.000. Der moderate Rückgang spiegle die Spätfolgen der Wirtschaftskrise wider, erklärte er. Außerdem habe sich die Frühjahrsbelebung aufgrund des langen Winters erst spät bemerkbar gemacht. Im Februar stieg die Zahl der Menschen ohne Job um lediglich 26.000 auf 3,643 Millionen. Die Arbeitslosenquote betrug 8,7 Prozent. Die Zahlen für März gibt die Bundesagentur am (morgigen) Mittwoch um 10.00 Uhr bekannt.

dapd

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