Kaufhof: Fusionsangebot an Karstadt bekräftigt

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Kaufhof hat das Fusionsangebot an Karstadt bekräftigt.

Berlin - Kaufhof hat das Angebot bekräftigt, mit dem angeschlagenen Konkurrenten Karstadt zu einer Deutschen Warenhaus AG zu fusionieren.

“Wir haben eine privatwirtschaftliche Lösung angeboten, dazu stehen wir“, sagte Kaufhof-Vorstandschef Lovro Mandac am Mittwoch im ZDF -Morgenmagazin. “Wir sind jederzeit zu Gesprächen bereit.“ Er forderte die Karstadt-Führung auf, zum Telefonhörer zu greifen.

Zur Debatte über Staatshilfen sagte Mandac, man solle zunächst andere Lösungen suchen. Bei Karstadt und seinem Mutterkonzern Arcandor sei die Voraussetzung für staatliche Hilfe nicht gegeben, weil die Schieflage bereits vor der Finanzkrise begonnen habe. Warnungen vor massivem Arbeitsplatzverlust bei Karstadt im Falle einer Übernahme durch Kaufhof bezeichnete er als Panikmache.

Offiziell würden derzeit bei Kaufhof acht und bei Karstadt zwölf Standorte überprüft. Insgesamt seien beide Konzerne in 124 Städten vertreten, davon in 92 jeweils nur einer von beiden. Nur in 32 Städten gebe es also Überlappungen, sagte Mandac: “Das ist nicht so viel.“ Kaufhof habe bereits mit Horten gezeigt, dass man das Problem von Doppelstandorten lösen könne.

Der Karstadt-Mutterkonzern Arcandor hatte vergangene Woche geplante Fusionsgespräche mit der Kaufhof-Mutter Metro verschoben, um sich zunächst auf den Antrag für staatliche Hilfe zu konzentrieren. Der Konzern hätte gerne eine Staatsbürgschaft über 650 Millionen Euro. Medien hatten aus Regierungskreisen berichtet, bei einer Fusion von Karstadt und Kaufhof stünden 5.000 Vollzeitstellen auf dem Spiel. 

ap

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