Landesbanken trotz schwarzer Zahlen skeptisch

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Landesbanken sind skeptisch trotz schwarzer Zahlen.

Stuttgart/Hannover - Trotz schwarzer Zahlen im ersten Halbjahr blicken sowohl die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) als auch die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) skeptisch in die Zukunft.

Die Banken beschäftigt zunehmend die wegen der Wirtschaftskrise wachsende Zahl von Insolvenzen. Beide Institute erhöhten nach ihren am Donnerstag vorgelegte Zwischenbilanzen in den ersten sechs Monaten deutlich ihre Risikovorsorge für Kreditausfälle. Die angeschlagene LBBW schaffte im ersten Halbjahr 2009 eine Ergebniswende. Die größte deutsche Landesbank wies einen Gewinn von 215 Millionen Euro aus, nach einem Verlust von 181 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Vorstandschef Hans-Jörg Vetter warnte in Stuttgart aber vor Euphorie: “Vor uns liegt umfangreiche und harte Arbeit.

Wir müssen jetzt die Bank stabil aufstellen, Belastungen eliminieren und schnell die notwendigen Schritte vornehmen.“ Die LBBW hob die Risikovorsorge um 717 Millionen Euro auf 740 Millionen Euro an. Das Institut rechnet damit, dass die konjunkturelle Lage im zweiten Halbjahr angespannt bleibt und es daher zu weiteren Belastungen zum Jahresende kommen könnte. Eine Prognose für das Gesamtjahr wagte die LBBW nicht. 2008 hatte das Kreditinstitut noch einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro eingefahren. Zwtl: “Weitere spürbare Wertberichtigungen“ Auch die Nord/LB wollte keine Prognose über das Geschäft im Gesamtjahr abgeben. Der Gewinn nach Steuern stieg zwar in den ersten sechs Monaten um 58 Prozent auf 253 Millionen Euro.

Man rechne aber “mit weiteren spürbaren Wertberichtigungen in diesem und im kommenden Jahr“, teilte das Institut in Hannover mit. “Das gute Halbjahresergebnis darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch lange keinen Grund zur Entwarnung an den Kreditmärkten gibt“, sagte Nord/LB-Chef Gunter Dunkel. Man gehe davon aus, dass die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft die Bank im zweiten Halbjahr 2009 sowie im ganzen Jahr 2010 noch beschäftigen würden. Das Institut erhöhte die Risikovorsorge für faule Kredite im ersten Halbjahr bereits deutlich auf 383 Millionen nach 75 Millionen im Vorjahreszeitraum.

AP

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