Milliardenklage: VW "sehr gelassen"

Palo Alto/USA - Eine Milliardenklage gegen Volkswagen im Zusammenhang mit dem gescheiterten Übernahmeversuch durch Porsche lässt Konzernchef Martin Winterkorn kalt.

Er sei “sehr gelassen“ nach der Ankündigung, sagte Winterkorn am Montagabend am Rande eines Besuches in Palo Alto im US-Staat Kalifornien. Vorher hatte der “Spiegel“ berichtet, auch auf VW kämen Milliardenforderungen mehrerer Fonds zu. “Wir werden Schadenersatzansprüche über 2,4 Milliarden Euro gegenüber dem VW-Konzern anmelden“, sagte Anwalt Franz Braun dem Nachrichtenmagazin zufolge.

Nicht nur Porsche habe Anleger getäuscht, als das Unternehmen während der VW-Übernahme 2008 bestritt, eine 75-Prozent-Mehrheit anzustreben. Auch dem VW-Konzern sei dies vorzuhalten. Der damalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Porsche-Miteigentümer Ferdinand Piëch seien Mitglieder des VW-Aufsichtsrates gewesen. Ihr Wissen sei deswegen dem Wolfsburger Konzern zuzurechnen, hieß es. Winterkorn sagte, er nehme die Drohung so wenig ernst, dass er nicht einmal seine Reise in die USA deswegen verschoben habe.

dapd

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