Gerechtigkeit in Deutschland nimmt ab

Berlin - Die Deutschen haben zunehmend das Gefühl, dass die soziale Gerechtigkeit in ihrem Land abnimmt. Im Brennpunkt stehen dabei die Entwicklungs- und Bildungschancen für Kinder und Jugendliche.

Laut einer Allensbach-Umfrage für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) finden 64 Prozent, dass die soziale Gerechtigkeit in den vergangenen vier Jahren zurückgegangen ist, wie die „BILD“-Zeitung am Mittwoch berichtet. Hauptgrund dafür sind ungleiche Voraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten bereits ab dem Kleinkindalter.

INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr sagte dem Blatt: „Im Mittelpunkt einer gerechten Gesellschaft steht für die Deutschen die Chancen- und Teilhabegerechtigkeit.“ Für 90 Prozent der Bürger sei das Ziel, allen Kindern gleiche Bildungschancen zu geben, ausschlaggebend für soziale Gerechtigkeit. Dazu gehört laut Umfrage neben einer besseren frühkindlichen Förderung (56 Prozent) auch eine stärkere Vereinbarkeit von Familie und Beruf (71 Prozent). 70 Prozent fordern, dass Schüler besser auf das Berufsleben vorbereitet werden müssen.

kna

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