Otto darf Quelle-Markenrechte nutzen

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Die Hamburger Otto-Gruppe darf die Markennamen des insolventen Fürther Versandhändlers Quelle nutzen - allerdings unter Auflagen.

Brüssel - Die Hamburger Otto-Gruppe darf die Markennamen des insolventen Fürther Versandhändlers Quelle nutzen - allerdings unter Auflagen.

Die Europäische Kommission genehmigte am Dienstag in Brüssel dem Versandhaus Otto, Vermögenswerte des insolventen Versandhandelsunternehmens Primondo zu übernehmen unter der Bedingung, die Marken Webschatz, Universum und Casamaxx zu verkaufen. Außerdem werde der Käufer dieser Marken das Recht haben, die Quelle-Kundendaten im gleichen Umfang und zu denselben Bedingungen zu nutzen wie Otto, teilte die Kommission weiter mit. Otto hatte nach Kommissionsangaben die beiden Maßnahmen angeboten, um wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Behörde auszuräumen.

Die Kommission ist die oberste Wettbewerbsaufsicht in Europa und hatte zunächst eine zu große Marktmacht des Versandhändlers befürchtet, darunter bei Damenbekleidung und Sporttextilien. Die Übernahme gefährde nun nicht den freien Wettbewerb in Europa. Der Otto-Versand hatte die Markenrechte bereits im vergangenen November gekauft, darunter auch die Technik-Eigenmarke “Privileg“. Gleichzeitig übernahm das Unternehmen vollständig das Russland-Geschäft des insolventen Konkurrenten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Nun darf Otto neben der begehrten Marke auch die Logos und die meisten Internet-Adressen von Quelle nutzen. Quelle galt vor dem Niedergang als umsatzstärkste Marke in Deutschland. Nach früheren Angaben will der Hamburger Versandhändler mit diesem Schritt vor allem ältere Kunden ansprechen, denen passende Angebote gemacht werden sollen. Otto hatte von seinem Konkurrenten Quelle auch die Kunden-Adressen erworben.

dpa

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