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„Masochisten aus Brüssel“: Putin-Scherge Medwedew poltert zu Folgen von Russland-Bankrott für Europa

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Von: Richard Strobl

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Laut EU-Chefin von der Leyen naht die Staatspleite Russlands. Der Putin-Vertraute Medwedew warnte nun vor den Folgen - für Europa.

Moskau/Brüssel - Die harten Wirtschaftssanktionen des Westens gegen Russland im Zuge des Ukraine-Konflikts* zeigen Wirkung. Die Wirtschaft schwächelt - und die EU plant weitere Verschärfungen, etwa ein Öl-Embargo. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist „Russlands Staatsbankrott nur eine Frage der Zeit“, wie sie gerade erst der Bild am Sonntag sagte. Die Sanktionen würden sich Woche für Woche tiefer in die russische Wirtschaft fressen.

Russland wegen Sanktionen vor Pleite? Putin-Vertrauter poltert gegen Europa

Offenbar auf diese Aussagen vom Sonntag reagierte dann direkt der enge Putin*-Vertraute und Ex-Präsident Russlands Dmitri Medwedew.

Medwedew hat Europa davor gewarnt, bei einer Zahlungsunfähigkeit seines Landes selbst in große wirtschaftliche Schwierigkeiten zu geraten. „Die Zahlungsunfähigkeit Russlands* könnte zur Zahlungsunfähigkeit Europas werden“, schrieb der Vizechef des russischen Sicherheitsrats im Nachrichtenkanal Telegram. Zugleich warf er EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor, sein Land in den Bankrott treiben zu wollen. Das sei die „geheime Absicht der Masochisten aus Brüssel“.

Russland-Sanktionen: Medwedew sagt Mangel an Grundnahrungsmitteln voraus

Medwedew warnte die Europäer zudem vor weiteren Folgen der Sanktionen, die wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine gegen sein Land verhängt wurden. Als Beispiele nannte er eine Hyperinflation, die dann „nicht länger den bösen Russen zugeschrieben werden“ könne, sowie einen Mangel an Grundnahrungsmitteln. Die vielen Flüchtlinge aus der Ukraine könnten zudem eine „Welle von Gewaltverbrechen“ zu Folge haben. Medwedew war von 2008 bis 2012 Präsident, zwischen zwei Amtszeiten von Wladimir Putin, der bis heute regiert.

Alle aktuellen Nachrichten zum Ukraine-Krieg im News-Ticker. (rjs/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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