Keime, Bambusfasern und Etikettenschwindel

Basilikum-Pesto: Nur drei von 30 sind "gut"

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Von 30 getesteten Basilikum-Pestos wurden nur drei für "gut" befunden

Berlin - Stiftung Warentest hat 30 Basilikum-Pestos unter die Lupe genommen - mit erschreckendem Ergebnis. Die Tester fanden Keime, einen gefährlichen Schadstoff und deckten Etikettenschwindel auf.

Keime, schlechter Geschmack und ein gefährlicher Schadstoff: Jedes dritte von der Stiftung Warentest untersuchte Basilikum-Pesto fiel mit der Note "mangelhaft" durch, wie die Zeitschrift "test" am Donnerstag in ihrer August-Ausgabe berichtete. Die Tester nahmen insgesamt 30 Pastasoßen mit Basilikum unter die Lupe. Nur drei erreichten das Qualitätsurteil "gut".

Fünf der sechs traditionellen Pesto Genovese im Test betreiben laut Stiftung Warentest Etikettenschwindel, weil sie teure Zutaten ganz oder teilweise durch preiswertere ersetzen. Sie verwenden demnach Sonnenblumen- statt Olivenöl, Cashew- statt Pinienkerne, Kartoffelflocken oder Weizengrieß statt Parmesan und Pecorino.

In einem Pesto fanden die Tester unzulässige Bambusfasern

Als Alternative zum Original bietet der Handel Basilikumzubereitungen als Pesto alla Genovese oder Pesto Verde an. Darunter waren auch zwei Produkte aus dem Kühlregal, die laut "test" fast wie selbstgemacht schmeckten. Andere Nudelsoßen fielen hingegen im Geschmack durch, in einem Pesto fanden die Tester unzulässige Bambusfasern und in einem anderen, besonders teuren Produkt sogar Verderbniskeime.

Im Biopesto einer Schweizer Firma wurde der potenziell krebserregende Schadstoff Anthrachinon nachgewiesen, der in der EU nicht als Pestizid zugelassen ist. Die analysierte Menge war demnach 80-mal so hoch wie der zulässige Höchstgehalt. Bereits vor Erscheinen des Tests warnte die Stiftung Warentest vor dem Verzehr und informierte den Anbieter, der das Produkt sofort zurückrief.

AFP

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