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Tesla: Feuerwehr kann brennendes E-Auto nicht löschen - und greift zu unkonventionellem Trick

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Von: Lisa Mayerhofer

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Ein brennender Tesla hat die Feuerwehr von Sacramento vor große Probleme gestellt. Nur dank eines Tricks und ungewöhnlich viel Wasser haben die Experten das Problem in den Griff gekriegt.

Sacramento – Elektromobilität gilt als klimabewusste Zukunftstechnologie. Sollten allerdings die in einem Elektroauto verbauten Lithium-Ionen-Akkus in Flammen aufgehen, ist der Brand nur schwer zu löschen. Diese Erfahrung hat kürzlich auch die Feuerwehr der Stadt Sacramento im US-Bundesstaat Kalifornien gemacht.

Tesla Model S geht in Flammen auf – Feuerwehr vor schwerem Einsatz

In einem Instagram-Post beschreiben die Feuerwehrleute ihren aufwändigen Einsatz bei einem brennenden Tesla Model S. Das zuvor durch einen Unfall beschädigte E-Auto war auf einem Schrottplatz bei Sacramento zur Demontage abgestellt, als es Feuer fing.

Die herbeigerufenen Rettungskräfte konnten das Feuer anfangs zwar eindämmen, aber nicht komplett löschen, da sich der Brand jedes Mal im Batteriefach wieder neu entfachte. Daraufhin versuchten die Feuerwehrleute, den brennenden Tesla auf die Seite zu legen und den Brand direkt am Batteriefach zu löschen – jedoch ohne Erfolg: Die Batterie im E-Auto entzündete sich durch die Restwärme immer wieder, berichten die Feuerwehrleute.

Schließlich griffen sie zu einer neuen Methode: Die Rettungskräfte hoben eine Grube aus, schoben den Tesla hinein und füllten die Grube mit Wasser. Auf diese Weise konnte das Batteriefach unter Wasser gesetzt und das Fahrzeug komplett gelöscht werden.

Gegenüber der Washington Post sagte der Sprecher der Feuerwehr Sacramento, Parker Wilbourn, dass durch diese Methode Wasser gespart sowie das Abfließen von kontaminiertem Wasser verhindert werden konnte.

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Tesla in Brand: Feuerwehr braucht bei Einsatz 17.000 Liter Wasser

Trotzdem verbrauchte die Feuerwehr, die das erste Mal zu einem E-Auto-Brand gerufen wurde, bei ihrem Einsatz nach eigenen Angaben etwa 4500 Gallonen Wasser – das sind circa 17.000 Liter. Zum Vergleich: Bei einem brennenden Verbrenner genügen in der Regel rund 500 bis 1500 Liter, um das Feuer zu löschen.

Auch wenn E-Autos sehr selten und an sich nur bei einer vorangegangenen Beschädigung Feuer fangen, sind Brände im Regelfall erheblich schwerer zu löschen. „Wenn ein E-Auto-Akku brennt, ist mit enormer Brandleistung zu rechnen – denn die ist bei einem Akku nicht geringer als bei einem aufgerissenen Tank“, sagt Karl-Heinz-Knorr, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands gegenüber dem ADAC.

Dort arbeitet man an möglichen Lösungen, um E-Auto-Bränden zu begegnen. Eine davon: große Löschdecken, um ein brennendes Fahrzeug komplett damit abzudecken und Flammen so zu ersticken. Das verschaffe der Feuerwehr Zeit und vergrößere den Handlungsspielraum, erklärt der ADAC. Es gibt auch Schulungen für Feuerwehrleute in ganz Deutschland – durch die immer größere Beliebtheit von E-Autos wird von einer steigenden Zahl an Bränden ausgegangen.

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