Verbraucher: bei Bankgeschäften besser aufpassen

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Verbraucher müssen bei Bankgeschäften besser aufpassen.

Leipzig - Bankkunden müssen bei Überweisungen, Kartenzahlungen und Lastschriften künftig noch aufmerksamer sein, denn gesetzliche Änderungen bringen nicht nur Vorteile.

Wie die Verbraucherzentrale Sachsen am Freitag in Leipzig mitteilte, führen neue gesetzliche Regelungen nicht nur zu einigen positiven Änderungen im Zahlungsverkehr, sondern auch zu Verschlechterungen. Nach den neuen Geschäftsbedingungen, die die Geldinstitute derzeit verschickten, würden Überweisungsaufträge bereits mit dem Zugang bei der Bank oder Sparkasse unwiderruflich wirksam. Auch ein sofort entdeckter Fehler könne nicht mehr korrigiert werden. Den Verbraucherschützern zufolge sind nach den neuen Regeln bei Überweisungen nur noch die Kontonummer und die Bankleitzahl maßgeblich.

Banken müssten den Namen des Empfängers nicht mehr mit dem der Kontonummer abgleichen. “Bei den langen Zahlenreihen kommt es schnell zu einem Zahlendreher oder einer Verwechslung, die dann gravierende Auswirkungen haben können“, sagte Andrea Heyer , Finanzexpertin der sächsischen Verbraucherzentale. Nach den Angaben müssen Kontoinhaber für verlorene Bankkarten künftig mithaften. “Ab 31. Oktober 2009 muss der Bankkunde bei einem Kartendiebstahl mit anschließendem Kartenmissbrauch immer damit rechnen, dass er 150 Euro des Schadens selbst tragen muss“, sagte Heyer. Die Bank könne aber zugunsten des Kunden davon abweichen. Zu den positiven Seiten der Gesetzesänderungen zählen nach Angaben der Verbraucherschützer beschleunigte Zahlungen und eine höhere Transparenz der Entgelte.

AP

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