Verkauf von GBW-Wohnungen vor Abschluss

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Der Verkauf der 32.000 GBW-Wohnungen stehen vor dem Abschluss.

München - Bis Montag hatten Interessenten für die größte bayerische Wohnungesellschaft GBW Zeit, ihre Kaufgebote bei der BayernLB einzureichen. Viele Mieter machen sich Sorgen.

Der Verkaufsprozess für die größte bayerische Wohnungsgesellschaft GBW mit zehntausenden Wohnungen in München, Nürnberg und anderen Städten hat die entscheidende Phase erreicht. Am Montag war die letzte Gelegenheit für die Interessenten, Kaufangebote für die 32.000 Wohnungen auf den Tisch zu legen.

Ausgewählte Bieter können dann nach Angaben der BayernLB Anfang des Jahres Einblick in die Bücher des Unternehmens nehmen. Im kommenden Frühjahr soll der Verkauf abgeschlossen sein. Die BayernLB, die die GBW auf Druck der EU-Kommission verkaufen muss, kann auch wegen des günstigen Umfeldes für Immobilien mit einem Milliardenerlös rechnen. Das Geld muss sie an den Freistaat Bayern weiterleiten, der sie vor der Pleite gerettet hatte.

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Die GBW sieht den Wert der Wohnungen bei rund 2,4 Milliarden Euro. Verrechnet mit den Verbindlichkeiten des Unternehmens läge er bei 984 Millionen Euro. Der Wert des gesamten Unternehmens und damit die Preisspanne für die Bieter dürfte sich zwischen diesen Summen bewegen.

Insgesamt sollen sich in der ersten Runde des Verkaufsprozesses mehr als zwei Dutzend Kaufinteressenten gemeldet haben. Unklar ist aber, wie viele davon bis Montag auch ein Kaufgebot eingereicht haben. Die BayernLB und die Interessenten haben strikte Geheimhaltung vereinbart.

Öffentlich Interesse bekundet hatte das Immobilienunternehmen Patrizia sowie das kommunale Konsortium „Wohnen in Bayern“, dem auch die Städte München und Nürnberg angehören. Dort hat die GBW besonders viele Wohnungen, die teilweise deutlich unter dem üblichen Preis vermietet sind.

Mieterverbände befürchten bei einem Verkauf an einen privaten Investor drastische Mieterhöhungen von mehr als 20 Prozent oder Eigenbedarfskündigungen. „Die Stimmung bei den Mietern hat sich nicht beruhigt“, sagte die Vorsitzende des Mietervereins München, Beatrix Zurek, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Das Angebot von Freistaat und BayernLB zum Schutz der GBW-Mieter durch eine Sozialcharta hatte sie bereits in den vergangenen Wochen als „windelweich“ kritisiert. Die Mieterverbände hatten stattdessen Zusatzverträge gefordert, mit denen alle betroffenen Mieter langfristig geschützt sind.

dpa

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