Deutsche erfinden weniger 

Berlin - Die Deutschen sind nicht mehr ganz so erfinderisch: Die Zahl der Patentanmeldungen ging 2010 leicht zurück. Die meisten Ideen wurden in Baden-Württemberg zum Patent angemeldet, aber Bayern holt auf.

Die Tüftler und Erfinder in Deutschland bekommen zunehmend Konkurrenz aus dem Ausland. 2010 legte der Anteil der Patentanmeldungen von Erfindern außerhalb Deutschlands leicht um ein Prozent zu, wie das Deutsche Patent- und Markenamt am Dienstag in München mitteilte. Damit kam etwa jede fünfte Anmeldung aus dem Ausland.

Besonders stark nahmen die Patentanmeldungen aus den USA und Korea mit jeweils zweistelligen Wachstumsraten zu. Durch einen Rückgang bei den Erfindungen von Anmeldern mit Wohn- oder Firmensitz in Deutschland ging die Zahl der Patentanmeldungen insgesamt aber um 0,6 Prozent auf 59 245 zurück. Innerhalb Deutschlands liegt der Süden vorn: Die meisten Patentanmeldungen kamen erneut aus Baden-Württemberg. Mit 14 813 Anmeldungen waren es aber nicht mehr ganz so viele wie im Vorjahr. In Bayern hingegen meldeten die Erfinder mehr ihrer Ideen zum Patent an und verringerten mit insgesamt 12 969 Anmeldungen den Abstand zu Baden-Württemberg.

Auf Platz drei landete Nordrhein-Westfalen mit 7506 Anmeldungen. Der Löwenanteil der Patente wird von Firmen eingereicht, allen voran von Bosch, Daimler und Siemens. Von allen Branchen zeigte sich der Fahrzeug- und Maschinenbau am einfallsreichsten. “Diese Branchen führen die Patentstatistik seit Jahren an“, hieß es. Das deutsche Patentamt ist nach eigenen Angaben mit mehr als 2700 Mitarbeitern in München, Jena und Berlin das weltweit fünftgrößte nationale Patentamt.

dpa 

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